Oktober 2018:

Kambodscha im Oktober

 

Da auch der abgelaufene Oktober für unseren Verein „COLT Deutschland e. V.„ ohne nennenswerte Ereignisse verlief darf ich wieder einmal Ihren Blick eher nach außen wenden.

Ende Oktober, Anfang November verliert hier in Deutschland der Herbst zunehmend an Kraft und die „schönen“ Tage werden immer weniger, das „Schmuddelwetter“ übernimmt oft die Herrschaft über das Wetter, bis Schneefälle den Winter einläuten – doch das hat noch Zeit.

Gegen Ende Oktober findet in Kambodscha die Regenzeit mit ihren subtropischen, häufig sehr heftigen Regenschauern dagegen langsam ein Ende, der Monsun weicht nach und nach konstanterem Wetter.

 

Ein Besuch in Angkor Wat zum Ende der Regenzeit und zum Ende der Trockenzeit


Wenn Sie sich zu Beginn der kalten Jahreszeit hier in Europa für eine Kambodschareise schon im Oktober erwärmen lassen, sollten Sie vor allem Ziele im Norden oder in der Landesmitte wählen – hier ist das Wetter schon deutlich stabiler.


Vermutlich wird die Hauptstadt Phnom Penh Ihre erste Anlaufstelle sein. Nehmen Sie sich in aller Ruhe ein paar Tage Zeit und erkunden Sie zu Fuß oder per TukTuk diese Metropole. Ob der Königspalast, die Tempel, die zahlreichen Märkte, Museen, die Riverside, Restaurants oder eine der vielen, auch mobilen Garküchen lassen Sie die ersten, wundervollen Eindrücke sammeln. Natürlich sollte auch das Nachtleben nicht zu kurz kommen, das ja in Südostasien einen besonderen Reiz darstellt.

Doch machen Sie sich trotz allen Glanzes dieser Sehenswürdigkeiten bewusst, dass Sie sich in einem grundsätzlich sehr armen Land befinden. Sie werden abseits der Touristenziele, aber vereinzelt auch im „normalen“ Straßenbild oft an Schicksale und Armut erinnert.
Wie und ob man sich erweichen lassen und mit einem kleinen Geldbetrag die scheinbare Not lindern sollte möchte ich an dieser Stelle nicht weiter ausführen – oftmals sind solche Hilfen leider sogar kontraproduktiv, schüren sie doch den Glauben, dass man mit Betteln leichter Geld verdient als mit eigener Arbeit.


Eine gute Wahl, vor allem auch im Oktober, bildet ein Besuch der Tempelanlagen von Angkor Wat - das Wahrzeichen des Landes – die schon seit vielen Jahren zum Weltkulturerbe gezählt werden. Aufgrund der Tatsache, dass das Touristenaufkommen noch spürbar geringer ist als zur Hauptsaison in den Wintermonaten und der Regen eine Besichtigung kaum noch beeinflusst, würden Sie besonders davon profitieren. Eine satte, grüne Flora und noch gut gefüllte Wasserbecken bilden zudem verlockende Anreize für schöne Erinnerungsfotos. Gleichzeitig fallen die Kosten für Flug, Unterkunft, Mietwagen und Eintritte noch immer vergleichsweise gering aus, sodass sich eine Individualreise nach Kambodscha auch deswegen lohnt.

Mit dem Nachlassen des Regens werden auch die Straßen deutlich trockener, sicherer und man kann wieder über Trekking-Touren in ländliche Regionen nachdenken. Für einen Strandurlaub im Süden sollten Sie sich aber noch Zeit lassen. Zwar sind die Temperaturen angenehm hoch, jedoch kann es im Süden des Landes / an der Küste auch jetzt noch zu kurzen, heftigen Regenschauern kommen.  

Was gibt es in dieser Jahreszeit in Kambodscha zu feiern?
Ende September bzw. Anfang Oktober feiert man in Kambodscha das Pchum Ben Fest. Dieses dauert 15 Tage und läutet das Ende der buddhistischen Fastenzeit ein. Bei diesem Fest wird der Toten der letzten sieben Generationen gedacht. Die Kambodschaner glauben daran, dass die Geister der Toten eine gewisse Zeit lang auf die Erde zurückkehren. Um an ihre Vorfahren zu denken und sie zu ehren bringen die Gläubigen Opfergaben, zu denen beispielsweise Lebensmittel gehören, in die Tempel, wo sie von den Mönchen an die Geister weitergereicht werden.
Doch auch weltlichere Anlässe nimmt der Kambodschaner gerne wahr. Am 15. Oktober feiert man im Land einen Gedenktag an König Norodom Sihanouk. Dieser verstarb im Jahr 2012, nachdem er seine Amtszeit im Jahr 2004 aufgrund schwerer Krankheit beenden musste. Weil er viel für das Land getan hatte und dieses durch schwierigste Zeiten begleitet hat, ist er nach wie vor in Kambodscha sehr angesehen.
Die Krönung des heutigen Königs wird am 29.10. gefeiert, allerdings ist dies kein offizieller Feiertag.
Am 31. Oktober gibt der König erneut Anlass zu feiern – seinen Geburtstag. Auch dieser wird allerorten ausgiebig gefeiert.  

 

Die folgenden Monate werden – speziell für uns Europäer – immer angenehmer und trockener. Die beste Reisezeit sollte in den Monaten November bis März liegen, ob wohl Kambodscha – nicht nur für Individualisten – das ganze Jahr über eine Reise Wert ist.

Also:

Sollten Sie mit einer Fernreise nach Südostasien liebäugeln – denken Sie doch auch daran, Kambodscha – und vielleicht auch unserem Kinderheim und Gemeinschaftszentrum von COLT – einen Besuch abzustatten.

H.H.

September 2018:

 

Die Schule hat wieder begonnen

 

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,


in Deutschland ist auch in den letzten Bundesländern die Sommerpause zu Ende gegangen, ein neues Schuljahr hat begonnen. Oft hört man nun wieder den Spruch „vom Ernst des Lebens“ oder „die Schulzeit war doch die schönste Zeit“. Aussagen, die wohl bei vielen Wahrheit und Wehmut verquicken. Doch subjektives Empfinden und objektive Wahrnehmung unterscheiden sich auch bei uns in Deutschland oft erheblich.
Wie sieht das Ganze aus, wenn man heutige Schulkinder / Schulanfänger betrachtet? Hier in Deutschland, oder anderswo auf dieser Welt – zum Beispiel in Kambodscha?

Ja – ich darf schon zu Anfang einschränken, auch hierzulande gibt es an vielen Schulen Wünsche nach Verbesserungen, die meistens auch berechtigt sind, aber…aus der Warte eines fremden Landes wie etwa Kambodscha betrachtet gleicht dies Jammern auf hohem Niveau.

 

Werfen wir doch einmal den Blick auf unsere Schulkinder in Deutschland.
Der erste Schultag wird zu einem wahren Event, bei dem nicht nur Klassenlehrer, Direktor und ein Elternteil den neuen „Pennäler“ an diesem Tag zur Seite stehen – oft finden sich Eltern und Großeltern, Onkel und Tanten gleichermaßen ein, an diesem feierlich zelebrierten Beginn des Schullebens teilzunehmen.
Dem Kind wird in unserem Kulturkreis dabei mit einer Schultüte der Einstieg in den Schulalltag versüßt, die Utensilien für die Schule, Nützliches für den Alltag und vor allem Obst und Süßigkeiten enthält. Doch in unserer satten Wohlstandsgesellschaft finden sich heute immer größere Schultüten mit wertvollen Füllungen wie Taschenrechner, Handys oder Erlebnisgutscheine darin…und natürlich auch zahlreiche Schleckerei.
Die Frage nach dem „Muss das wirklich sein?“ kann wohl kaum jemand mit „ja“ beantworten.

Auch der Weg in die Schule ist in Deutschland häufig recht bequem. Viele der Eltern haben die Möglichkeit und lassen es sich nicht nehmen, ihre Kleinen mit dem Auto zur Schule zu bringen und oftmals auch wieder zu holen…und das, obwohl wir ein gut durchdachtes System von Schulbussen auf unseren Straßen vorfinden. Häufig werden die Kinder auch zu diversen, regelmäßigen Veranstaltungen wie Reitstunden, zum Sportverein oder anderen Freizeitvergnügen mit dem Pkw chauffiert.

Schön ist auch, dass den meisten Kindern in Deutschland seitens der Eltern ein Taschengeld für die Schule mitgegeben wird. Mit diesem können an allen Schulen Getränke und Snacks gekauft werden, die mehr oder weniger gesund sind. Natürlich gibt es auch reichlich an „Süßkram“ zu kaufen, doch davon wollen die Eltern oft gar nicht wissen.
Fünf Euro pro Tag sind dafür keine Seltenheit.

Ein anderes Feld, auf dem sich viele Unterschiede zeigen, ist das Thema Ausstattung der Schulen und Unterrichtsmaterialien. Für deutsche Kinder und an allen Schulen wird es gleich zu Anfang eines Schuljahres teuer - all die Hefte, Stifte, Zeichenutensilien, Bücher und Lernhilfen zu erwerben geht ins Geld – oft jedes Jahr von Neuem.
Klassenzimmer sind häufig – auch schwachen Geburtenjahrgängen geschuldet - nach kleinen Lerngruppen orientiert angelegt und bunt und freundlich gestaltet, sollen eine Umgebung bieten, in der das Kind gerne lernt.
Klassenzimmer bieten heute multimediale Möglichkeiten, wenn – zugegebenermaßen - auch nicht immer das Neueste vom Neuen. Und natürlich sind an den Schulen auf jedem Stock getrennte WC-Bereiche für Mädchen und Jungen vorhanden, die – meistens zumindest – ordentlich funktionieren, gewartet und gepflegt sind.

Das Thema Lehrer und Unterrichtsstunden darf hier natürlich nicht fehlen.
Wenn es 2018 leider auch in allen Bundesländern an Lehrkräften mangelt und Ausfälle viel Einsatz und Organisationstalent erfordern, so sind die Voraussetzungen für einen guten Unterricht durchaus gegeben. In deutschen Grundschulen steht eine Lehrkraft rund 13 Schülern gegenüber.

 

Lassen Sie uns nun ein paar Kilometer weiter südlich, östlich… nach Kambodscha blicken.
Der erste Schultag ist – verglichen mit Deutschland – kein „besonderes Ding“. Das Schulkind steht durchwegs alleine seinen neuen Mitschülern und Lehrern gegenüber, denen es vorrangig um geordnetes Auftreten und Autorität geht.
Eine Schultüte sucht man hier vergebens, das einzige Merkmal, auf das die Kinder auch stolz sind, ist ihre Schuluniform – meist eine blaue, dunkle Hose oder Rock und weißes Hemd oder Bluse.
Je nach den finanziellen Möglichkeiten der Eltern kann dies auch schon mal etwas abgetragener sein, jedoch stets sauber und gepflegt.

Wie kommt der kambodschanische Durchschnittsschüler zur Schule?
Sicher nicht mit dem Privat-Pkw der Eltern – diese Variante ist wirklich nur den Reichen vorbehalten, die aber auch keine öffentlichen Schulen besuchen. Für viele der Kinder heißt es Tag für Tag einen langen Fußmarsch in Kauf zu nehmen, der durchaus mehrere Kilometer – einfach – betragen kann. Wer Glück hat und ein Fahrrad besitzt, mit dem er auch noch fahren kann, gilt schon als privilegiert. Andere Mitfahrgelegenheiten sind kaum regelmäßiger Art, wie z. B. auf einem Ochsenkarren, einem Traktor oder vielleicht sogar mit einem Motorroller mitgenommen zu werden.

Taschengeld ist kambodschanischen Schülern weitgehend unbekannt.
Obwohl die Grundschulen keine Schulgebühren verlangen können sich Eltern, die selbst nur ein bis zwei Dollar am Tag verdienen, oft kaum die Schuluniform leisten. Vor diesem Hintergrund werden viele Kinder schon nach der Grundschule nicht mehr auf weiterführende Schulen geschickt, sondern verpflichtet, auf den Feldern mitzuhelfen und zum Familieneinkommen / -auskommen beizutragen. Häufig gibt es mehr als ein Kind im schulpflichtigen Alter. Aus genannten Gründen wird oftmals abgewägt, ob und welches der Kinder zur Schule geschickt wird – und Jungen sind hier kulturell deutlich bevorzugt.

Sollten Kinder das Glück haben, von ihren Eltern ein Taschengeld zu bekommen, dann liegt dies meist in einem Bereich von 2.000 bis 2.500 Riel (umgerechnet 50 Euro-Cent).
Doch an den Schulen kann man sich hierfür nichts kaufen, schon eher am Wegesrand auf dem Schulweg.

Die Ausstattung der Schulen – gerade auf dem Lande – ließe uns hier in Deutschland schier verzweifeln.
Nur in wenigen Fällen gibt es solide Gebäude mit Türen, Fenstern und Wänden. Oft beherbergt ein Dach, das gegen Sonne, Wind und Regen schützt, ein paar einfache Holzbänke samt Tischplatten, die wir noch aus Filmen aus den 50-Jahren kennen, z. B. aus Ludwig Thomas „Lausbubengeschichten“. Die jüngeren Schüler verfügen meist nur über eine Schiefertafel und etwas Kreide, der Unterricht findet überwiegend an der großen Tafel mit dem Zeigestock des Lehrers statt. Erst bei älteren Schülern kommen auch Hefte zum Einsatz.

Ein gutes Lernklima sucht man hier vergebens.
Technische Ausstattung – gerade auf dem Lande – ist oft nur ein Wunschtraum. Wo kein Strom ist, da findet man weder Projektor noch Ventilatoren, die ein gutes Stück zu besserem Lernen beitragen könnten. Auch eine Wasserversorgung ist oft nicht gegeben. Wenn es Wasser gibt, dann kommt es meistens nicht aus der Leitung, sondern aus Zisternen. Das Wasser besitzt keine Trinkwasserqualität, oft ist es sogar durch Keime verunreinigt. Selbst im Falle vorhandener Toiletten kann es in der trockenen Jahreszeit sein, dass für die Spülung kein Wasser mehr vorhanden ist und sie deshalb – vorübergehend – geschlossen werden müssen, die Kinder irgendwo im Außenbereich ihre Notdurft verrichten dürfen.

Und wie sieht es mit den Lehrkräften aus?
Nachdem ein Großteil der gebildeten Bevölkerung – so auch die Lehrer – in den siebziger Jahren zur Zeit der Roten Khmer getötet und das Land dadurch weit zurückgeworfen wurde, musste eine Bildungsschicht erst wieder aufgebaut werden.

Leider sind Lehrer auch heute noch absolut unterbezahlt, ihr durchschnittliches Einkommen von 60 bis 80 US-Dollar pro Monat reicht zum Leben oft nicht aus. Kein Wunder dass viele mit unlauteren Mitteln versuchen, ihr Salär aufzubessern, z. B. durch Korruption.
Wenn ein Kind sich 10 bis 20 Dollar im Monat leisten könnte, dann kann es auch bessere Noten erwarten. Dies untergräbt bis in die höchsten Jahrgangsstufen, ja sogar bis an die Universitäten den Bildungsauftrag. Viele Abgangszeugnisse oder Qualifizierungen lassen letztlich keinen Rückschluss auf tatsächliche Fähigkeiten oder Wissen zu. Ein Problem, das zwischenzeitlich sogar der Regierung nicht mehr unbekannt ist.

Doch auch die Klassenstärken tragen maßgeblich zu nur mäßigem Lehrerfolg bei – 2016 kamen im Schnitt auf eine Lehrkraft knapp 43 Grundschüler.

 

Wenn man all diese Probleme betrachtet, dann bieten wir bei COLT unseren Kindern sehr gute Chancen und beste Voraussetzungen für einen ihren Möglichkeiten angepassten Bildungsweg. Wir betreuen unsere Heimkinder auch über den Besuch der öffentlichen Schule – in unserem Fall sogar einer Privatschule - hinaus durch eigene Unterrichte und Erfolgskontrollen, die sich durchaus mal in Nachhilfeeinheiten niederschlagen.
Wir bringen unsere Kinder und Tagesstätten-Kinder sicher von und zur Schule. Wir bieten unseren Heimkindern ein Taschengeld zur eigenen Verwendung – ob sie es ausgeben oder sparen wollen liegt an ihnen selbst. Unsere Gemeinschaftsschule verfügt über ein solides Gebäude mit mehreren, voneinander abgetrennten Klassenräumen mit ausreichend Tischen und Bänken. Natürlich gibt es bei uns Strom und Ventilatoren, und mit unseren Computerunterrichten sogar zukunftsorientierte Bildung. Toilettenanlagen und Duschen sind auf dem Gelände vorhanden und verfügen über „Wasser aus der Leitung“.
Und die Lehrer / unser Personal – wird fair bezahlt und verfügt über eine Errungenschaft, die wahrlich nicht viele Arbeitgeber ihren Angestellten in Kambodscha bieten:
Eine medizinische Versorgung.

Sie sehen – wir tun unser Möglichstes, solide Arbeit zu leisten, um Gutes zu bewirken.

Bislang konnten wir dies auch Dank Ihrer Mithilfe und derer zahlreicher Förderer, Sponsoren und freiwilliger Helfer gewährleisten. Das soll auch weiterhin so bleiben.
Bitte tragen Sie durch Ihre Spenden einen Teil dazu bei.

H. H.

Juli 2018:

COLT und der „große Flohmarkt“
gehen in die nächste Runde…

Sehr geehrter Leser, lieber Freund und Gönner von COLT,

vor knapp 10 Jahren bereits wurden wir den Veranstaltern des „großen Flohmarktes“ in Berchtesgaden als ein förderwürdiges Projekt vorgeschlagen, das man doch aus den Einnahmen des Flohmarktes mit unterstützen könnte.
Gesagt, getan – wir erhielten bei der Spendenverteilung einen Teil der Einnahmen und haben uns seither jedes Jahr als Helfer mit eingebracht.

Dies reichte von der Vorbereitung der Verkaufszelte und –stände, der täglichen Warenannahme in der Woche vor dem Ereignis, dem Sortieren und Aussortieren der gespendeten Waren, über das Verbringen an die diversen Verkaufsstände bis hin zur Übernahme eines konkreten Standes und dem Verkauf der hier angebotenen Artikel. Selbstverständlich zählten am Ende des Flohmarkts auch der Rückbau des Geländes, das Entsorgen nicht verkaufter bzw. verkäuflicher Waren sowie das generelle „Groß-Reinemachen“ mit dazu.

Schon in wenigen Tagen ist es wieder soweit – hier der diesjährige Flyer zum Flohmarkt 2018:

Dieses „Großereignis“, das sich für die Helfer – ohne die Planungsphase zu berücksichtigen, die ohnehin schon Monate zuvor beginnt – über eine ganze Woche hinzieht, ist jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung für alle.
Es ist verblüffend, wie es den Organisatoren jedes Jahr wieder gelingt, so viele motivierte, ehrenamtliche Helfer auf die Beine zu stellen, die ihre Zeit und Arbeitskraft in den Dienst einer „guten Sache“ stellen. Zwar sind auch viele dieser Helfer – ähnlich wie wir – in einem der geförderten Projekte engagiert, aber bei weitem nicht alle.
Gerade für Berufstätige sind „Helfen wollen“ und „Helfen können“ nicht immer gut miteinander vereinbar, besonders wenn dann auch noch Wegezeiten durch das Pendeln zwischen Arbeitsstätte und Wohnort dazu kommen.

Dies stellt auch eines der jährlich wiederkehrenden Probleme für uns von COLT dar.
Wir sind ein recht kleiner Verein - nicht alle unserer rund 20 Mitglieder wohnt in der Nähe – viele sind in Norddeutschland oder auch im Ausland beheimatet.
Vom verbleibenden Rest gehen alle einer geregelten Arbeit nach, die meisten davon nicht am Ort Berchtesgaden.
So ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Zahl der Helfer während der Vorbereitungen recht dünn gesät ist.

AmTag des Flohmarktes – der sich seit kurzem auf den Freitag-Abend und den darauf folgenden Samstag-Vormittag aufteilt – sieht die Situation etwas besser aus, jedoch ginge es auch hier kaum ohne weitere, helfende Hände aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis sowie den Familien dieser Helfer.

Gerade in diesem Jahr schweben noch einige Vorbehalte durch den Raum: eine gerade eben beschriebene, sehr dünne Helferdecke – speziell für den durch COLT betreuten Verkaufsstand, der erstmals neue Ort, an dem der Flohmarkt stattfinden wird und die sich daraus ergebenden Neuerungen und Einschränkungen, mit denen man sich arrangieren muss.
Aber: Jeder Neuanfang bietet Chancen und Möglichkeiten, denen man sich nicht verschließen sollte.

Ich bin mir sicher, dass der „große Flohmarkt“ 2018 auch wieder ein Erfolg wird und man im Rückblick darauf sagen kann:
„Es war viel Arbeit, aber schee (schön) war’s“.

Gerne darf ich Sie, lieber Leser, so Sie denn auch rund um Berchtesgaden wohnen und Zeit und Lust zur Unterstützung haben, auffordern, sich mit einzubringen. Sie werden sehen, ein absolut gutes Gefühl.
Eine Kontakt- bzw. Handynummer, unter der Sie die Organisatoren erreichen können, steht auf dem oben ersichtlichen Flyer vermerkt.

Wie immer werden alle Einnahmen / wird der Reinerlös an viele soziale Projekte gespendet…
und wir sind dankbar, eines dieser Projekte zu sein.

H.H.

August 2018:

Auszug aus dem diesjährigen Schriftführerbericht

 

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,


manch einer von Ihnen wird Mitglied in einem Verein sein, einige sind vermutlich selbst ehrenamtlich engagiert und kennen das „leidige“ Thema: Gäbe es das ganze Jahr über Gelegenheiten zu feiern, dann wäre die Zahl der Anwesenden hoch, kommt man aber zu eher wichtigen, offiziellen Terminen im Vereinskalender, dann ist die Zahl der Teilnehmer ziemlich überschaubar.
Dies ist bzw. war auch im Falle unserer diesjährigen Mitgliederversammlung so, die wir bereits Mitte Juni durchgeführt hatten.

Mir geht es heute aber nicht darum, über diesen zugegeben eher traurigen Tatbestand zu lamentieren, nein vielmehr möchte ich auch denjenigen unter Ihnen – ob verhindertes Vereinsmitglied oder an unserer Arbeit interessierter Mitmensch – die Möglichkeit eröffnen, einen kleinen Blick hinter die Kulissen unseres Vereins und des Kinderheims / Gemeinschaftszentrums von COLT zu werfen.
Hierzu darf ich eine gekürzte Version unseres Schriftführerberichts präsentieren, der diesen Zweck sicherlich gut erfüllt.

Hier nun ein Auszug aus diesem Berichtfür das Jahr 2017, der auf wesentliche Punkte unseres Vereins (COLT Deutschland) sowie Ereignisse in Kambodscha (COLT Cambodia) eingeht.

 

„Das Berichtsjahr entsprach - wie jedes Jahr - dem abgelaufenen Kalenderjahr.

Unser Verein COLT Deutschland besteht derzeit aus 21 Mitgliedern, letzte Neuaufnahme eines Mitglieds war im Sommer 2017. Wir sind ein kleiner Verein ohne große Fluktuation. Unsere Einnahmen (Einzelspenden, regelmäßige Spenden, Patenschaften etc.) verdanken wir überwiegend den persönlich geknüpften Kontakten, aber auch unserem Einsatz beim jährlich stattfindenden Flohmarkt der Kirchengemeinde St. Andreas.

Nicht zuletzt aufgrund dieses Engagements wurden wir auch in 2017 wieder mit einer Spende bedacht.

Aufgrund personeller Engpässe der Kollegen in den Niederlanden und in Kambodscha flossen aktuelle Informationen in 2017 eher selten nach Europa. So wurden nur zwei der sonst üblichen vier Newsletter erstellt. Diese wurden durch unseren Kassier, Herrn Halmich wie gewohnt ins Deutsche übersetzt und an alle Mitglieder, Freunde und Sponsoren verteilt.

Unsere eigene Homepage wurde gegen Jahresende 2017 neu aufgebaut. Hintergrund waren technische Erfordernisse sowie eine im Zuge der seit 2015 erfolgten Veränderungen in Kambodscha nötige Überarbeitung der Inhalte.
Ich bitte jedes Mitglied, sich selbst ein Bild davon zu machen und ggf. Anregungen zu liefern.

Auch wurde Mitte November ein Jahresend-Anschreiben mit Spendenaufruf an alle Mitglieder, Gönner und Förderer versandt; leider ohne nennenswerten Spendenerfolg.


Versammlungen:

 

06. Juli 2017 – Hauptversammlung / Mitgliederversammlung im „Pechhäusl“
Im Vergleich zu den sonstigen Mitgliederversammlungen war die Veranstaltung in diesem Jahr gut besucht. Neben der Vorstandschaft konnten wir diesmal einige weitere Mitglieder willkommen heißen, ebenso Herrn Hartmut Rinsch aus Hamburg, unseren Ansprechpartner bei der Nähring Stiftung und langjährigen Förderer von COLT.

Weitere Veranstaltungen wurden 2017 nicht durchgeführt
– deshalb an dieser Stelle noch ein Rückblick auf nennenswerte Geschehnisse in Kambodscha.

 

  1. Wie schon seit mehreren Jahren fand auch 2017 wieder der jährliche „Zahnarzt-Tag“ bei COLT statt. In diesem Jahr war der Andrang so gewaltig, dass man sogar an zwei Terminen bei COLT arbeitete und dabei rund 250 Kinder untersuchen konnte. Besonders zu erwähnen ist, dass einige unserer Kinder hervorragend als Dolmetscher zwischen dem Ärzteteam und den zu behandelnden Kindern fungieren und dadurch erheblich dazu beitragen, dass die Angst der anderen Kinder vorm Zahnarzt nicht ganz so groß ist.
  2. Neben der Tagespflege für Kleinkinder wurde nun auch eine Spielklasse für Kinder aus den umliegenden Orten eingerichtet, in der sie neben Spiel und Betreuung auch spielerisch die englische Sprache erlernen können.
  3. Erster positiver Erfolg in der Tagesbetreuung – ein Kind, das wir wegen familiärer Probleme vorübergehend zu uns aufnehmen mussten, konnte wieder in die Familie zurück entlassen bzw. eingegliedert werden.
    Wir werden den Prozess noch einige Zeit begleiten, ob diese Entwicklung auch nachhaltig und tragfähig ist, sind aber grundsätzlich positiv gestimmt.
  4. Seit der Vorstandssitzung im November 2017 hat die Niederländische Stiftung ein weiteres Mitglied in den Vorstand aufgenommen, Frau Tineke van Asseldonk. Die Dame ist bereits seit 2012 mit COLT verbunden und hatte in dieser Zeit schon mehrfach das Heim besucht. Frau van Asseldonk besitzt eine pädagogische Ausbildung mit Schwerpunkt Problemlösungsstrategien bei Kindern und Jugendlichen. Sie wird uns bei der aktuellen Ausrichtung von COLT sicher eine große Hilfe sein.
  5. Ein weiteres Projekt, das die Veränderungen unserer strategischen Ausrichtung widerspiegelt, wurde in die Tat umgesetzt – die Selbsthilfe-Gruppen. Hier sollen Personen aus den Dorfgemeinschaften, die Einfluss auf diese Gemeinschaften haben, in punkto Hilfe zur Selbsthilfe durch COLT geschult werden. Ziel ist es, dass diese Selbsthilfegruppen eigenständig Probleme innerhalb der Gemeinschaften erkennen und diskutieren, nach Lösungsvorschlägen und einer möglichst effektiven und pragmatischen Umsetzung suchen.
    COLT wird hier nach einiger Zeit nur noch eine beratende Funktion einnehmen.
  6. Zwei unserer älteren Schüler sind unserem Junior-Team beigetreten.
    Das heißt, sie stehen eine gewisse Anzahl von Stunden für COLT als Angestellte zur Verfügung und erhalten dafür auch eine kleine Entlohnung. Diese Tätigkeiten sollen als Vorbereitung auf ihr Berufsleben dienen.
    Der eine ist bei uns für den IT-Raum sowie für IT-Unterrichte für die Kinder zuständig, der zweite ist als herausragender Sportler ein Koordinator für die sportlichen Aktivitäten bei COLT.
  7. Abschluss einer großartigen Spendenaktion aus den Niederlanden.
    Das Gymnasium Apeldoorn hatte in den letzten beiden Jahren mehrere Spendenaktionen durchgeführt, um COLT zu unterstützen. Zum Abschluss dieses Spendenmarathons wurden ein „Charity-Day“ durchgeführt, an dem rund 600 Schüler eingebunden waren.
    Ergebnis: ein hoher, vierstelliger Spendenbetrag.
  8. Ende Juni führte man bei COLT einen Workshop für ein „Plastik freies Kambodscha“ im Gemeinschaftszentrum durch. Der Kurs war so aufgebaut, dass auch Menschen mit geringer Bildung die Problematik der Umweltverschmutzung und das, was sie selbst dagegen unternehmen können, verstehen. Neben dem Vermitteln der grundlegenden Informationen wird COLT in den nächsten Monaten immer wieder Aktionen starten, um sicherzustellen, dass dieses Wissen möglichst auch in die Praxis umgesetzt wird.
  9. Im Juli konnte nach rund sechswöchiger Bauzeit ein neuer Spielplatz in Betrieb genommen werden, der überwiegend von den Kindern genutzt wird, die die Unterrichte in unserer Gemeinschaftsschule besuchen.
    Der Spielplatz wurde in Eigenleistung komplett aus wiederverwerteten Materialien errichtet.
  10. In den letzten Jahren wurden die Auflagen der kambodschanischen Regierung für NGOs, die sich in der Kinderbetreuung engagieren, spürbar erhöht, um es „schwarzen Schafen“ zunehmend zu erschweren, ein Heim zu führen.
    Gemeinsam mit UNICEF wurde ein Gesetz für die „Alternative Pflege von Kindern“ erlassen. Die Einhaltung dieser Vorschriften wird jährlich überwacht.
    COLT ist stolz darauf, als eine der ersten Organisationen alle Vorgaben bestens zu erfüllen und wurde dafür von der Regierung geehrt und mit einem besonderen Zertifikat ausgezeichnet.
  11. Im Sommer haben uns die beiden Organisatoren Agniezka (Aga) aus Polen und Noach (aus den Niederlanden) nach
    18 Monaten in Kambodscha wieder verlassen, da ihre Zeit ausgelaufen war. Sie hatten in diesen Monaten viel geleistet und erreicht, gerade in punkto der „neuen“ Herausforderungen wie Kindertagesbetreuung, Neu-Inbetriebnahme der eigenen Gemeinschaftsschule oder auch bei der Koordination von Freiwilligen und Personal in Kambodscha.

    Auf die beiden folgte Kristine Andersen (aus Norwegen), die ebenfalls schon mehrere Jahre mit COLT verbunden ist und hier bereits längere Zeit Englisch-Unterrichte gegeben hatte. Sie wird sicherlich noch weitere Unterstützung bekommen.
  12. Seit dem Sommer 2017 nehmen wieder Kinder von COLT und erstmals auch der umliegenden Dorfgemeinschaften am Fußballturnier der ISF (Indochina Starfish Foundation) teil – zwei Jungen- und eine Mädchenmannschaft.
    Sie messen sich das Jahr über mit vielen anderen Mannschaften und werden – so hoffen wir – wieder recht erfolgreich abschneiden.

    Die Möglichkeiten für uns sind ja recht gut – es wird täglich auf unserem Sportplatz trainiert, einmal wöchentlich unter der fachkundigen Regie eines ISF-Trainers. Jeden Sonntag findet ein Fußballspiel auf dem offiziellen Sportplatz der ISF statt, der nur wenige Fahr-Minuten von uns entfernt liegt.
    Ein weiterer, positiver Aspekt: Die ISF stiftete für unsere Mannschaften sowohl die Fußballdressen, als auch die Schuhe.
  13. Dank der Spende eines Rotary-Clubs aus den Niederlanden konnte COLT ein neues, stärkeres TukTuk anschaffen. Dieses wurde dankend angenommen, hat man doch nun im Außenbereich noch mehr Bedarf für ein solides Fahrzeug, z. B. für die täglichen Einkäufe, die Transporte unserer Kinder von und zur Schule, den Hol- und Bringservice, den wir für die Kinder unserer Tagesbetreuung übernommen haben sowie auch die zuletzt genannten Fahrten zu Fußballspielen.
  14. Ein wichtiger Punkt, um noch besser in die Bevölkerung integriert zu werden, ist unser Praktikantenprogramm.
    Schon zum dritten Mal haben wir Studenten der königlichen Universität Phnom Penh bei uns, die uns über einen längeren Zeitraum unterstützen. Die beiden aktuellen Studenten stammen aus der Fakultät „Sozialwissenschaften“ und stehen uns ein Jahr lang an einem Tag in der Woche zur Verfügung. Wir hoffen sehr, dass dies für beide Seiten eine gewinnbringende Zusammenarbeit wird.

Zuletzt wie jedes Jahr der Aufruf an alle Mitglieder, sich aktiv einzubringen…bitte unterstützt die Vorstandschaft – nicht nur beim Flohmarkt.

Gerade vor dem Hintergrund abnehmender, regelmäßiger Spenden – bei uns wie in der niederländischen Stiftung – ist es wichtig im Gespräch zu bleiben, sozial eingestellte Menschen oder Firmen auf uns aufmerksam zu machen und möglichst von unserem Tun zu begeistern. Auf Spenden zu hoffen, die „einfach so“ herein flattern, ist sicher nicht die beste aller Lösungen.
Wenn es um Informationen oder Infomaterial geht – bitte bei Hr. Halmich melden…
bei ihm laufen „die Fäden“ zusammen.“

R. F. und H. H.

Juni 2018:

 

Mitgliederversammlung 2018

 

Vor wenigen Tagen – am 14. Juni – fand unsere diesjährige Mitgliederversammlung im Gasthaus „Bachhäusl“ in Bischofswiesen statt.
Obwohl auch Neuwahlen auf der Tagesordnung standen waren nicht mehr Mitglieder als üblich gekommen – leider, doch dies scheint ohnehin ein Trend zu sein.

Da einige der Teilnehmer bereits vorab angekündigt hatten, sich zu verspäten, wurde die Versammlung erst gegen 20.30 Uhr eröffnet. Dies tat aber der guten Stimmung keinen Abbruch, schließlich fand man so bereits vor dem offiziellen Teil Gelegenheit, sich auszutauschen und ohne Zeitdruck ein Abendessen einzunehmen.

Eröffnet wurde die Versammlung durch unseren 1. Vorstand, Robert Heiduczek, der es auch in diesem Jahr wieder einrichten konnte, zu diesem wichtigen Termin im Vereinskalender aus Kambodscha anzureisen. Nachdem er die Tagesordnung verlesen hatte und es keine Einwände gab berichtete er aus Kambodscha.
Das Heim und Gemeinschaftszentrum von COLT seien derzeit gut ausgelastet, aber alles laufe nahezu perfekt und
„im grünen Bereich“.
Auch berichtete er über die schon des Öfteren kommunizierte Neuausrichtung von COLT, bei der nicht mehr das klassische Kinderheim mit der Vollzeitbetreuung von Kindern, sondern ein ganzheitlicher Ansatz – im Zusammenspiel mit den teilweise noch verblieben Familien – in den Fokus rücke.
Für die Kinder, die nach wie vor im Heim leben, ändere sich im Prinzip nichts.
Nach den neuen gesetzlichen Vorgaben, auf die COLT sich schon frühzeitig eingestellt hat, sollen die Kinder bei COLT jedoch möglichst nur die notwendigen Betreuungs- und Bildungsangebote erhalten, die wir auch möglichst gezielt bereitstellen – leben sollen sie aber, sofern dies möglich ist, bei ihren Familien.
Das heißt auch, dass die Kinder, deren Familien in der Nähe leben, auch abends zu diesen zurückkehren und dort wohnen.
So können wir unsere Hilfe noch gezielter den um das Gemeinschaftszentrum wohnenden Menschen zukommen lassen, aber ohne Gefahr zu laufen, Wohltaten mit der Gießkanne zu verteilen, die nirgends richtig Wirkung zeigen.

Im Schriftführerbericht, den Herr Fritschka verlas, wurde auf das Vereinsjahr 2017 zurückgeblickt. Neben den markanten Informationen zu „COLT Deutschland“ wie etwa dem aktuellen Mitgliederstand, den eigenen Aktionen und Veranstaltungen wurden auch Informationen über das Jahr 2017 in Kambodscha, in gebündelter Form, vorgetragen.
Vor allem unsere neuen Mitglieder konnten so staunend verfolgen, wie emsig und ideenreich es dort zugeht.

Den Bericht des Kassiers trug Herr Halmich in gewohnter Weise vor. Die nackten Zahlen unterlegte er mit Hintergrundwissen und Prognosen, wie sie sich seiner Einschätzung nach in den kommenden Monaten und Jahren darstellen könnten.
Das Jahr 2017 war im Blick auf die Spenden ein sehr gutes Jahr, wenn es auch in diesem Jahr schon wieder deutlich anders aussähe. Wie immer wies der Kassier darauf hin, dass selbstverständlich alle Unterlagen zur Kassenführung von Mitgliedern bei ihm eingesehen werden könnten.

Auch die Kassenprüfung, die unser 2. Vorstand, Peter Heiduczek durchgeführt hatte, wusste nur das Beste zu berichten.
Die Kassenführung und Berichterstattung waren ordentlich wie immer und hätten auch in diesem Jahr keinerlei Anlass zu Beanstandungen gegeben. Ich kann deshalb nur vorschlagen, die Entlastung zu erteilen“ – so seine Worte.
Diesem Antrag folgten die anwesenden Mitglieder einstimmig und entlasteten Vorstandschaft und Kassier.

 

Nun kam es zum vermeintlich wichtigsten Punkt dieser Tagesordnung, den anstehenden Neuwahlen für die kommenden drei Jahre (2018-2020).
Um es kurz zu machen – die bisherigen Amtsinhaber (1. und 2. Vorstand, Schriftführer und Kassier) wurden einstimmig wiedergewählt und nahmen gerne auch wieder ihre jeweilige Wiederwahl an.
Kontinuität wird bei uns großgeschrieben - warum auch sollte man Bewährtes ändern?
Hier die „neuen Alten“…

Von links nach rechts: 1. Vorstand Robert Heiduczek, 2. Vorstand Peter Heiduczek,
            Kassier Helmut Halmich und Schriftführer Robert Fritschka

 

Beim letzten Punkt der Tagesordnung – Wünsche und Anträge – ging es aber durchaus nochmals um wichtige Themen,
die teilweise auch Diskussionen nach sich zogen.

Zum einen gab es den Ausblick auf den in rund einem Monat stattfindenden Flohmarkt, an dem sich COLT wieder beteiligen wird. Den aufgrund von Änderungen gegenüber den Vorjahren durchaus skeptischen Fragen (neue Örtlichkeit, verändertes Konzept, Leitung durch neuen Veranstalter) konnte Hr. Halmich aber mit einer positiven Grundeinstellung begegnen und alle Fragen, so welche aufkamen, kompetent beantworten – schließlich war er an vielen der vorbereitenden Besprechungen beteiligt.

Ein weiteres, auch für unseren Verein nicht zu unterschätzendes Thema, stellt das Inkrafttreten der DSGVO
(EU- Datenschutz Grundverordnung) zum 25.05.2018 dar.

Grundsätzlich zum Schutz von Verbrauchern und der Stärkung deren Rechte gedacht, betrifft dieses EU-weit geltende Recht nicht nur große Konzerne, sondern auch „die Kleinen“ wie etwa unseren Verein.
Herr Halmich hatte sich im Vorfeld verschiedenste Informationen besorgt und zugeschnitten auf unseren Bedarf zusammengestellt. So konnte ein Datenschutzkonzept präsentiert werden, an dem die neue Vorstandschaft nichts auszusetzen hatte. Speicherung und Verarbeitung der „Kundendaten“ liefen ohnehin in seinen Händen zusammen. Wie groß der zusätzliche, organisatorische Aufwand jedoch werden würde, ließ sich derzeit noch nicht abschätzen – wir sind gespannt.

Einen kleinen Wermutstropfen musste unser Kassier aber noch loswerden.
Herr Halmich ging auf das hervorragende Jahr 2017 und die sich für das aktuelle Jahr und die weitere Zukunft abzeichnenden Rahmenbedingungen hinsichtlich regelmäßiger, kalkulierbarer Spenden ein. Die Entwicklung sei leider rückläufig, was er mit Zahlen zu belegen suchte. Es erging deshalb der Appell an die Anwesenden, möglichst oft und positiv für COLT zu werben, nach neuen Mitgliedern und möglichst auch neuen Förderern und Spendern Ausschau zu halten sowie sich mit eigenen Gedanken hinsichtlich Aktionen zur Spendensammlung einzubringen.
Es gäbe so gut wie keine Denkverbote, allerdings eine Auflage:
Um Spendengelder zu generieren dürften keine anderen Spenden „in die Hand“ genommen werden – wir stehen nach wie vor unseren Geldgebern im Wort, dass jeder Euro und Cent einer Spende auch bei COLT / in Kambodscha ankommt.

Fazit: Wir müssen weiterhin aktiv sein und dürfen uns keinesfalls ausruhen!

Nach diesen motivierenden Worten wurde die Versammlung durch den Vorstand beschlossen, wobei in gemütlicher Runde noch weiter diskutiert wurde.

H. H.