September 2019:

Der Herbst beginnt… auch in Kambodscha?

 

Liebe Leserin, lieber Leser,


nicht nur in unseren Breiten sind die Natur und das Wetter durch die unterschiedlichen Jahreszeiten geprägt.

Das klassische Klima hier in Europa verbindet man mit kalten, oft schneereichen Wintern, einem schnellen, meist zu trockenen und gefühlt zu frühen Übergang in den Frühling.
Der Sommer kommt dann oft mit aller Macht, wobei Nässeperioden eher seltener beherrschend sind. Und auch der Herbst hat oft noch viel Sonne und Wärme zu bieten – nicht umsonst spricht man vom „goldenen Oktober“.
Auch beginnende, morgendliche Nebel, die die Landschaft beinahe mystisch verzaubern, oder auch die bunten Wälder, die man unter dem Begriff „Indian Summer“ mit den vielfältigsten Gelb-, Rot- und Brauntönen begeistern, bevor das Blätterkleid zu Beginn des Winters abgeworfen wird, kennzeichnen den typischen, kontinentalen Herbst.

Selbstverständlich treffen pauschalierte Aussagen nie so richtig den Kern, regionale Wetterbesonderheiten oder auch die nicht mehr zu leugnenden Auswirkungen eines Klimawandels tun das ihrige dazu, dass Prognosen schwieriger werden -
doch im Großen und Ganzen ist dies schon richtig.

Im fernen Kambodscha, dem Land unseres Projekts „COLT“, gibt es selbstverständlich auch Jahreszeiten, doch die Übergänge – gerade was die Temperaturen anbelangt – sind weit weniger spektakulär.

Hier herrscht ein tropisch-feuchtwarmes Klima, das das gesamte Jahr über spürbar ist. Bedingt durch die Nähe zum Äquator ist es in Kambodscha immer warm bis heiß. Temperaturen unter 30 Grad Celsius sind selten und treten in der Regel im Dezember und Januar auf - den kältesten Monaten des Jahres.
Der April hingegen gilt als heißester Monat, dessen Temperaturen durchaus 40 Grad Celsius erreichen oder vereinzelt auch überschreiten können.

 

Das Land besteht im Wesentlichen aus einer Tiefebene, dem kambodschanischen Becken, das von Gebirgen und Hochebenen umgeben wird. Regional gibt es keine nennenswerten Klimaunterschiede, lediglich zwischen dem Landesinneren (z. B. in der Hauptstadt Phnom Penh) und den Küstenregionen sind leichte Unterschiede spürbar.
Im Tiefland herrschen täglich Tagestemperaturen um die 30 Grad Celsius, in den höheren Lagen kann es ein wenig kühler sein. Wie grün sich das Land vorstellt hängt sehr vom vorhandenen Wasser ab. Gegen Ende der Trockenzeit beherrschen Brauntöne die Flora, in der Regenzeit jedoch grünt und blüht es allerorten.

Wie die meisten Länder in Südostasien liegt auch Kambodscha im Einflussbereich des Monsuns.
Er unterteilt das Jahr in eine Trocken- und eine Regenzeit.

In der Trockenzeit fällt durchschnittlich an einem Tag im Monat – ein wenig – Regen, in dieser Zeit nimmt auch die Luftfeuchte spürbar ab, was die Luft angenehmer und nicht so drückend macht.
In der Regenzeit (Mai bis Oktober) hingegen fällt quasi an jedem zweiten Tag Niederschlag, und das teilweise in Strömen. Die Schauer sind selten einmal ganztätig, sondern vielmehr auf kurze Zeiträume (zwischen 30 Minuten und 3 Stunden) beschränkt.
Doch das reicht allemal aus, dass viele Straßen und Wege – vor allem auf dem Land – nur eingeschränkt oder für einen gewisses Zeitraum gar nicht befahrbar werden.

Daraus resultiert unsere Empfehlung:
Die beste Reisezeit (nicht nur für uns Europäer) durchs Land Kambodscha sind die Monate November bis März, aber wenn mehr Zeit für einen Besuch vorhanden ist, dann haben die anderen Monate auch Vieles zu bieten!

H. H.