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Jährlicher Zahnarzt-Tag

Februar 2017:

Zahnärzteteam bei COLT

Es war wieder einmal soweit -
das Zahnärzte-Team von KIDS
besuchte COLT und behandelte
viele Kinder...

Der alljährliche KIDS-Zahnarzttermin fand am 14. Februar wieder bei COLT statt.
KIDS steht als Abkürzung für „Kids International Dental Service”.
Rund 250 Kinder aus den umliegenden Ortschaften sowie von befreundeten Organisationen bekamen heute einen Termin beim Zahnarzt. Unsere COLT-Kinder zeigten dabei unter anderem den anderen, kleinen Patienten, wie man richtig Zähne putzt.



Aufgrund der großen Nachfrage konnte am folgenden Samstag (18. Februar) ein weiterer Termin stattfinden.
Auch der zweite Zahnarzttermin war wieder ein großer Erfolg.

Unser Dank gilt dem Ärzteteam von KIDS, die Jahr für Jahr alle ihre Freizeit opfern und ihre Zeit und Fachkompetenz  zur Verfügung stellen, um Kindern in Kambodscha zu helfen. Der Dank gilt aber auch unseren Kindern von COLT, die das Ärzteteam beim Übersetzen großartig unterstützen und dabei ihr eigenes Wissen um dieses Thema stets weiter vertiefen, das sie sich im Laufe der letzten Jahre selbst aneignen konnten. Dieses Wissen geben sie an andere kambodschanische Kinder weiter und leisten so ebenfalls einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Zahngesundheit der Kinder.

 

Danken möchten wir aber auch unseren Partnerorganisationen wie “Sreyka Smile”, “DCC Phnom Penh” und anderen mehr, die uns dabei unterstützen und auch ihre Kinder zu diesem Termin bei COLT bringen.  

Im Weiteren dürfen wir uns auch bei den Familien aus unseren Dörfern bedanken, die uns ihr Vertrauen schenken, sich die Zeit nahmen und ihre Kinder zu diesem Zahnarzttermin schickten, denn auch das ist nicht selbstverständlich.
Zu guter Letzt aber auch einen großen Dank an unseren Heimleiter, Herrn Sam Piseth und sein Personal, die diese beiden Termine bestmöglich vorbereitet und begleitet haben.

      

Hier noch eine schöne Anekdote zum Zahnärztetermin 2017:

"Hallo, ist hier das Zahnärzte-Team"? …so klang es am Dienstag, 14 Februar aus dem kambodschanischen Handy der Chefin des Ärzteteams. An diesem Tag wurde bei COLT gearbeitet. Jemand namens Maria hat angerufen, um zu sehen, ob man auch ihre Kinder behandeln könne. Auf die Frage, wie viele, antwortete diese: " ich versuche einmal, sie zu zählen ". Es wurde angeboten, einen Bus oder zwei zu schicken, aber sie sagte: " wir haben eine Transportmöglichkeit ". Letztlich wurde beschlossen, dass sie um 8 Uhr morgens am nächsten Samstag kommen sollten – an diesem Tag war der zweite Termin bei COLT geplant.

Am Samstag gab es dann ein totales Chaos, aber ein schönes. Kinder kamen von überall her, ums uns ihre Zähne zu zeigen. Aus der Gegend um die alte Müllkippe - unserer "alten" Heimat,  von der neuen, von öffentlichen Schulen, auch Kinder anderer Partner-NGOs waren dabei – doch nur diese Anruferin Maria wusste, wer ihrer Kinder von wo kam, mit Tuktuks, auf Lieferwagen oder zu Fuß…
und alle schienen auf einmal zu kommen. Sam Piseth, der Heimleiter von COLT, war jedoch die Ruhe in Person. Er blieb vollkommen ruhig und zuvorkommend und jedem bei COLT machte es sichtlich Vergnügen, die Zahnuntersuchung lief ab wie ein Uhrwerk.
Die Kinder wurden in Gruppen eingeteilt bekamen dann Tipps zur richtigen Zahnhygiene, eine kleine Stärkung, wurden dann nach ihrem Befund weiter behandelt, die Zähne wurden mit Fluorid oder anderem Lack eingepinselt und anschließend behandelt, auch die eine oder andere Betäubungsspritze musste eingesetzt werden.
Dann kam plötzlich dieser riesengroße, rote Bus, vor dem Tor angefahren. Der kann doch nicht auch noch zu uns wollen, oder doch? Kinder in allen Größen strömten mit einigen Erwachsenen aus dem Bus. Einige von Ihnen hatten dringend eine Behandlung nötig, einige waren noch sehr klein und die Erwachsenen hatten Sitzmatten, zu Essen und alles Mögliche für einen längeren Aufenthalt dabei, so schien es.
Wir gingen ans Tor, um die Neuankömmlinge zu begrüßen, Herr Piseth begleitete uns. Er sagte, sie kennen diese NGO ". Nein... Nein, überhaupt nicht. Aber ich hatte das Gefühl, dass dies der aus unserem kurzen Telefonat vom 14. Februar genannte, richtige Ort der Zahnuntersuchung sei.
Inzwischen war es 10 Uhr. Sätze wie diese zeigten uns wieder einmal, wie wichtig unsere Arbeit hier ist und wie dringend sie gebraucht wird. Sie kamen von einem Ort, den sie selbst bereits als Rettungsstelle bezeichneten. Sie seien auch Freiwillige aus der Provinz Kandal, die das Team von KIDS unterstützen wollten. Erinnern sie sich an das Dorf Arun, fragte man uns? Es liegt um die 60 km oder mehr außerhalb von Phnom Penh. Man sei um 6 Uhr früh losgefahren und nachdem sie sich schon verfahren glaubten kamen sie jetzt gegen 10 Uhr an.

Aber keine Angst – um jedes der Kinder wurde sich gekümmert.

Frida de Boer, Tina Tolner und Stella-Desirée Bosch sind so stolz auf das, was mit den Kindern, den Mitarbeitern und freiwilligen Helfern von COLT geleistet wurde.


 
Egal, wie viele Fotos wir dazu veröffentlichen, es wird niemals das Gefühl dieses Tages widerspiegeln -  des totalen Chaos im Außenbereich und der total ruhigen Atmosphäre innerhalb der Behandlungszimmer. Wir unternahmen alles und zogen jeden Lärm mit nach draußen, damit die Zahnärzte so ruhig wie möglich arbeiten konnten, obwohl es manchmal eher schien, man würde im Schlachthaus und nicht in einer Zahnklinik arbeiten.
Kinder haben (leider) so viel Angst vor ihrem ersten Zahnarztbesuch.

H.H.