Beiträge

In den Startlöchern...

Juli 2017:

In den Startlöchern...

Die Tage bis zum großen
Flohmarkt 2017 sind gezählt...

Liebe Leserin, lieber Leser,

am heutigen Sonntag, den 09. Juli gab es so zu sagen den Startschuss für den diesjährigen Flohmarkt.
Wie jedes Jahr wird am Sonntag vor dem großen Ereignis das Pfarrheim auf flohmarkttauglich getrimmt, d. h. im Hofbereich werden die zahlreichen Zelte aufgestellt, die ab Montag dann mit den ersten Waren bestückt werden, im Inneren des Pfarrheims werden die diversen Stationen teilweise leer geräumt und mit Tischen und Bänken ausgestattet, um Verkaufs- und Präsentationsflächen zu erhalten.
An dieser Stelle sei nochmals ausdrücklich der Hausherr, Herr Pfarrer Frauenlob bedankt, dass er bereitwillig für diese Aktion, die schließlich eine Woche lang dauern wird, Pfarrheim und Außengelände zur Verfügung stellt.

Doch der Auftakt ist nur eines der Themen, die uns die kommenden Tage verfolgen - von Montag bis einschließlich Mittwoch wird offiziell die Anlieferung der Waren erfolgen, die uns zum Verkauf von der Bevölkerung Berchtesgadens überlassen werden. Schon in den frühen Morgenstunden - teilweise sogar abends und nachts - laden die Spender die Waren auf dem Vorhof ab, wo sie ab mittags dann gesichtet, in Kategorien aufgeteilt und teilweise bereits jetzt wieder aussortiert werden. Es kommt leider in einigen Fällen vor, dass manche Spender ein anderes Verständnis haben, was man verkaufen kann und was nicht, aber dies hält sich durchaus in Grenzen. Eher wird es problematisch, wenn uns Waren geschenkt werden, die wir bereits in unseren Spendenaufrufen als unerwünscht bzw. als nicht zu verkaufen ausgeschlossen haben.

Hometrainer, Computer, Fernseher und andere Elektrogeräte fallen in diese Kategorie, da wir weder deren Funktion überprüfen können noch ausreichend Platz für diese meist sperrigen Gegenstände haben.
Das gleiche gilt für Möbel, Federbetten, Matratzen oder Teppiche, die uns bereits bei der Sichtung vor enorme Probleme stellen würden. Eine dritte Kategorie von Artikeln, die wir nicht annehmen sind Wintersportartikel wie Skier - alpin oder Langlauf - Skischuhe oder Schlittschuhe. Diese würden zwar in unserer Wintersportregion zahlreich abgegeben; konnten jedoch in den vergangenen Jahren kaum noch einen Abnehmer finden.
Wir müssen daher bei den potentiellen Spendern um Verständnis werben, dass wir solche Artikel ablehnen und wieder mitgeben müssen, denn die Entsorgungskosten fallen ausschließlich auf den Veranstalter des Flohmarkts zurück.

Häufig wird auch bei einer Anlieferung am Donnerstag noch ein Auge zugedrückt, doch die damit verbundenen Folge Arbeiten dürfen nicht dazu führen, dass der enge Zeitplan bis zum Öffnen am ersten Verkaufstag dann nicht mehr eingehalten werden kann, denn dieser Flohmarkt ist eine organisatorische Großleistung.
Spätestens ab Freitag mittags werden dann die letzten Aufbauten vorgenommen und alle Verkaufsstände soweit bestückt, dass pünktlich gegen 17.00 Uhr der erste Teil des Flohmarkts - der Abendverkauf - beginnen kann.
Bis 20.00 Uhr können die Schnäppchenjäger nun auf die Jagd gehen und sich "Hunger" holen.

Am Folgetag, dem Samstag beginnt es ein wenig ruhiger. Es müssen lediglich die Waren wieder aufgefüllt und das Erscheinungsbild der Verkaufsflächen wieder etwas attraktiver dargestellt werden, sofern diese gerade bei Kleidungsstücken am Vortag gelitten haben. An diesem zweiten Tag beginnt der neuerliche Verkauf erst gegen 09.oo Uhr, was sich laut den Erfahrungen des Vorjahres als ausreichend herausgestellt hat.
Auch an diesem Tag rechnen wir wieder mit einem großen Interesse und Andrang, umso mehr, da wir am Samstag auch mich einer Grillstation und Getränkeverkauf auf dem Hofgelände und einem kleinen Café im Obergeschoß aufwarten, wo man Kaffee und Kuchen bekommen und sich in allem Trubel ein paar Minuten hinsetzen und ausruhen kann. Das Wetter verspricht in diesem Jahr jedenfalls nicht so heiß, aber trocken zu werden.

Wenn es am schönsten wird, dann soll man enden - nach diesem Motto wird der Verkauf gegen 13.00 Uhr eingestellt und werden die Besucher dann gebeten, das Pfarrheim zu verlassen. In den folgenden rund 30 Minuten haben alle Helfer noch die Möglichkeit, selbst nach dem einen oder anderen Teil Ausschau zu halten, das Ihnen vielleicht als schon lange gesucht ins Auge fällt.
Doch auch mit dem Ende des Verkaufs bleibt noch vieles zu tun.
Einige Waren, für die wir keine Käufer gefunden haben, werden anschließend anderen sozialen Einrichtungen zugeführt, ein anderer Teil muss leider weggeworfen und entsorgt werden, da es keinerlei Kapazitäten für eine Lagerung bis zum Folgejahr gibt. Und letztlich müssen Pfarrheim und Außengelände wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden, was gerade nach anstrengenden Tagen noch einmal viel Kraft und Engagement verlangt - schließlich arbeiten alle Helfer dieses Flohmarkts ehrenamtlich.
Na ja, solange sich noch Gelegenheit für eine Grillfleischsemmel und ein schönes, kühles Radler bietet ist ja alles im grünen Beriech.

Wir hoffen wieder auf zahlreiche, schöne und gut zu verkaufende Sachspenden, auf viele begeisterte Besucher, die vielleicht auch mal ein Schnäppchen mehr für sich entdecken und nicht "bis aufs Blut" feilschen - schließlich geht es um die gute Sache und viele soziale Projekte, die aus dem Erlös dieses großen Flohmarktes wieder eine Spende erhalten.

Also liebe Leute: sollten Sie am Freitag den 14. Juli und Samstag den 15. Juli in Berchtesgaden sein und Flohmarktatmosphäre schnuppern wollen, so gibt es keine vergleichbare Veranstaltung in dieser Region...
in diesem Jahr bereits zum 40-ten Male.

H.H.