Juli 2020:

Halbzeit… 1:0 für COLT…

 

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

in einem bislang recht turbulenten Jahr ist die Hälfte geschafft.
Trotz aller seit dem Frühjahr 2020 zu bewältigenden Widrigkeiten im Zuge der Corona-Pandemie waren wir nicht untätig oder haben uns aufs Abwarten zurückgezogen.


Ganz im Gegenteil – einige Dinge, die wir schon länger auf dem Schirm hatten, wurden jetzt mit Nachdruck angegangen und konnten zum Teil auch schon erfolgreich umgesetzt werden.

 

Für uns hier in Deutschland wären an dieser Stelle drei Spendenaktionen zu nennen, die wir mit großem Einsatz unseres Kassiers durchführen konnten.

2020-07-1.jpg

Alle drei Projekte konnten – wie Sie oben ablesen können – vollständig durch Spenden finanziert werden. Größere Einzelspenden, aber auch ein paar kleinere.
All diese Spenden sind bei uns bestens aufgehoben und werden nachhaltig verwendet.


Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass unsere Bank – die Sparkasse Berchtesgadener Land – sich aufgrund eines Förderprogramms für heimische Vereine daran beteiligte. Sämtliche Privatspenden im Zuge dieser drei Spendenaktionen wurden verdoppelt!

 

Aus dem Erfolg des zweiten Projekts „Schulmaterial für Kinder“, das wir aufgrund der Einschränkungen unserer Unterrichte durch die Rahmenbedingungen, die auch in Kambodscha ergriffen wurden, aufgelegt hatten, konnten wir schnelle Hilfe leisten.
Mit diesem Geld wurden zeitnah rund 80 Kinder unterstützt, die zuvor unsere Gemeinschaftsschule besuchten, im Moment aber nicht dürfen – Stichwort: Shutdown.


Zudem konnte mit einem kleinen Teil auch Familien / Eltern einzelner Schüler mit Reisspenden unter die Arme gegriffen und so geholfen werden, diese schwierige Zeit durchzustehen, in der Einnahmen wegbrechen und Arbeitslosigkeit um sich greift.

 

Ein zweites Projekt, das wir zwar auch unterstützt und angeschoben hatten, dessen Federführung aber bei der Stiftung „COLT Niederlande“ liegt, ist der Ausbau der Homepage von Kinderheim und Gemeinschaftszentrum.
Hier wurden Aktualisierungen durchgeführt und eine dritte Sprache – die deutsche – implementiert. Diese „neue“ Seite ging vor wenigen Tagen online. Sicher wird an mancher Stelle noch ein kleiner Feinschliff erfolgen, aber… wir sind recht zufrieden.

 

2020-07-2.jpg

 

Ein Meilenstein, auf den wir schon sehnlichst gewartet hatten und der uns dabei helfen kann, noch mehr Menschen zu erreichen und auf COLT / COLT Deutschland aufmerksam zu machen.

Nutzen Sie die Gelegenheit, gewinnen Sie einen ersten, aber umfassenden Eindruck und klicken Sie bitte durch diese Seiten.
Sollten Sie noch kleinere Mängel oder Fehler feststellen, dann scheuen Sie sich bitte nicht uns darauf aufmerksam zu machen. Mit einer Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichen Sie uns und wir werden Ihre Anregungen umgehend an die richtige Stelle weiterleiten.

 

Wir würden uns sehr freuen, wenn dies bei vielen neuen Unterstützern eine Initialzündung auslösen und vielleicht auch für Sie einen Schub in diese Richtung bedeuten würde - Hilfe für das Projekt „COLT“.

 

Bleiben Sie auf Halbzeit Nummer zwei gespannt – wir werden sicher wieder alles geben!

 

H.H.

 

 

Juni 2020:

Einblicke in unser tägliches Leben…mit Corona

 

Liebe Leserinnen und Leser,


einige von Ihnen sind vielleicht neugierig, wie COLT mit der COVID-19 (Corona)-Pandemie umgeht. Wir möchten Ihnen daher in ein paar Sätzen auf diese Frage antworten.

Nach den offiziellen Empfehlungen der kambodschanischen Regierung haben wir am Montag, den 16. März, unsere Schule, die Kindertagesstätte und alle täglich stattfindenden Aktivitäten, z. B. die Nutzung unseres Sportplatzes vorerst einstellen müssen. Aufgrund dieser Situation haben alle Freiwilligen und Praktikanten – aus Kambodscha, aber auch international - ihre Arbeit beendet und sind nach Hause zurückgekehrt – noch ist ja kein Silberstreif am Horizont zu erkennen. Nur wenige unserer Angestellten sind noch vor Ort und sorgen dafür, dass die verbliebenen Heimkinder gut versorgt sind – z. B. unser Heimleiter, die Köchin oder etwa unser Wachmann.

Back_home.jpg

Wir versuchen aber diese schwierige Zeit nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, sondern arbeiten an Sachen, die repariert oder neu organisiert werden müssen.
So widmen wir uns im Moment auch neuen Zielen und Regularien, die unsere Organisation künftig stärken sollen.
Unsere Heimkinder durften im letzten Monat, zum Khmer-Neujahrsfest in ihre Heimatstädte und ihre Familien besuchen, jetzt sind sie wieder zurück, sicher und gesund – leben hier aber mit mehr Abstand als zuvor.

Abstand-halten.jpg


Ab sofort liegt ein noch größerer Teil unserer Aufmerksamkeit auf Hygiene, insbesondere einer guten Handhygiene. Wir üben auch „Abstand halten“ mit den Heimkindern und messen täglich Temperatur.
Um unsere Einkäufe und Besuche auf dem Markt auf ein nötiges Mindestmaß zu reduzieren und auch ein wenig autarker zu werden haben wir in fruchtbare Erde und Saatgut für Gemüse investiert.


Wir beschäftigen uns natürlich immer noch intensiv mit den Kindern in unserer Gemeinschaft. Da sie es gewohnt waren, einen großen Teil des Tages in unserem Gemeinschaftszentrum zu verbringen, ist dies für viele von ihnen eine herausfordernde Zeit mit großen Veränderungen.

Durch großzügige Spenden – unter anderem auch einer kurzfristigen Spendenaktion von COLT Deutschland - konnten wir mehr als 80 Kindern Hygiene- und Lernpakete zur Verfügung und einigen der am stärksten gefährdeten Familien Reis und andere dringend benötigte Hilfen zur Verfügung stellen.

Schulkind.jpg


Viele Eltern sind arbeitslos geworden, da die Fabriken schließen und die Leute im Allgemeinen weniger Geld ausgeben, es möglichst zusammenhalten. Ladenbesitzer und Straßenverkäufer haben es derzeit sehr schwer, über die Runden zu kommen.

Vor einigen Wochen haben wir uns auch zum ersten Mal mit einem Online-Unterricht versucht… und es ist bisher ganz gut gelaufen.
Zurzeit nehmen fast 50 Schüler daran teil, und wir arbeiten daran, noch mehr Kinder zu erreichen. Durch Online-Unterrichte können wir nicht nur unseren Englisch-Unterricht aufrechterhalten, sondern auch wichtige Informationen austauschen und emotionale Unterstützung geben.
Unsere jüngsten Schüler kommen einzeln vorbei, um wöchentlich Hausaufgaben im Gemeinschaftszentrum abzuholen.
Die Rückmeldungen der Schüler und ihrer Familien waren bisher sehr positiv und ermutigend.

Wir sind im Moment alle gesund und gut aufgehoben und versuchen unser Bestes, um diese sehr schwierige Zeit durchzustehen.

Im Sinne aller Mitglieder unserer großen COLT-Familie – achtet gut auf euch!

 

❤️

H. H.

 

Update Spendenaktion April!!!

 

Info per 08.04.2020:
Unser neues Projekt ist ab sofort aktiv - es lautet:

 

Info per 03.04.2020:

Projekt "Schulmaterial für Kinder" bereits zu 100% erfüllt - s. Audio-Beitrag...

 

Download
Name
Play
Size
download
Danksagung
COLT Deutschland e.V.

2.2 MB

 

 

April 2020:

Trotz Ausgangsbeschränkung Sinnvolles tun…

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie schon im letzten Monat als Thema gewählt haben sich die Maßnahmen der Regierungen zur Eindämmung des Corona-Virus – weltweit – verschärft. In vielen Ländern gelten Ausgangsbeschränkungen, nur wenige Geschäfte dürfen noch ihrer Tätigkeit nachgehen, das allgemeine Leben spielt sich überwiegend zuhause ab.

Neben der gesundheitlichen Herausforderung, sich und andere nicht mit diesem Virus anzustecken, gilt es nun auch gut miteinander auszukommen, wenn man auf engem Raum zusammenleben soll und nicht entfliehen kann – nachgewiesener-maßen Potential für Gewalt.

Doch auch von zuhause aus kann man anderen Menschen helfen.
Denken Sie dabei an die zahlreichen Ideen alte und hilfsbedürftige Mitmenschen zu unterstützen. Oder die Aufrufe von vielen, oft kleinen Unternehmen und Gastronomiebetrieben, das zwischenzeitlich häufig auf Außer-Haus-Verkauf umgestellte Angebot zu nutzen, teilweise auch einen vor Corona noch nicht existenten Lieferservice. Eine äußerst sinnvolle Geschichte, zumal die wirtschaftlichen Kollateralschäden für Betriebe und Unternehmen, aber in diesem Zuge auch für die dort Beschäftigten ein enormes Ausmaß annehmen dürften, bis die Krise bewältigt ist.

Wie Sie alle wissen wurden seit ca. Mitte März in Deutschland auch Kindergärten, Schulen und Hochschulen geschlossen. Diese Vorsichtsmaßnahme ist beinahe eine der wenigen, die flächendeckend über den Globus verteilt, umgesetzt wurden – so auch in Kambodscha.
Unsere Kinder wurden mit wenigen Ausnahmen zurück in ihre Familien geschickt, unser Bildungs- und Sportangebot – derzeit – weitestgehend auf Eis gelegt.
Damit aber die Kinder auch zuhause die Möglichkeit bekommen, weiter in ihre Bildung zu investieren, ist es nötig ein paar Hilfsmittel an die Hand zu geben.
Diese wollen wir zumindest unseren Kindern und denen aus der Dorfgemeinschaft, die sonst die Unterrichte bei COLT besuchen, zur Verfügung stellen.
Verständlicherweise war dies im „normalen“ Haushalt so nicht vorgesehen.

COLT Deutschland ruft Sie deshalb vor diesem Hintergrund auf, für Lehrmaterial, Papier und Stifte zu spenden, die wir in diesem Zuge dann verteilen können.
Der zeitliche Horizont dieses Projektes ist daher auch kurz gehalten.
Wir dürfen dabei auf eine besonders positive Tatsache hinweisen:

Unsere Hausbank, die Sparkasse Berchtesgadener Land verfügt über eine Spendenplattform für Vereine aus unserer Region. In diesem Zuge haben wir bereits im ersten Quartal 2020 ein Projekt vorgestellt und erfolgreich umsetzen können. Hier hat die Sparkasse großzügig die eingehenden Privatspenden zu Gunsten unseres Projektes, die mehr als 5 Euro betrugen, verdoppelt.
Diese Zusage besteht noch immer (s. u.)!
Helfen Sie bitte mit, aus Ihrer Spende das Doppelte zu machen!

Wie geht das bzw. wo können Sie diese Spenden abgeben?
Über diesen Link gelangen Sie auf die Homepage der Sparkasse Berchtesgadener Land – und zwar gleich auf die Seite, auf der die Spendenplattform erklärt wird.
https://www.meine-sparkasse-bewegt.de/anleitung-privatspende/


Über „Projekte entdecken“ können Sie auch unser Projekt finden, indem Sie z. B. den Button „Soziales“ anklicken. Oder Sie suchen gezielt über das Schlagwort „COLT“, das Sie oben links in das Suchfenster eingeben können.
Das aktuelle Projekt lautet: Schulmaterial für Kinder
Details zu dem /den jeweiligen Projekt/en sind vorhanden.

Wir würden uns freuen, wenn Sie zahlreich davon Gebrauch machen!
Wir werden gerne nach Ablauf wieder darüber berichten.

H. H.

 

 

 Nachtrag per 25.05.2020:

Die letzten Tage sind angelaufen -  helfen Sie mit das Ziel von 100 % noch zu erreichen!

 

 

 

Info per 18.05.2020:

Download
Name
Play
Size
download
Erneuter Aufruf zu unserer Spendenaktion

3 MB

 

Mai 2020:

Shutdown und kein Ende in Sicht…

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

was zu Anfang von vielen als neue, saisonale Grippewelle interpretiert wurde, stellte sich im Laufe der letzten Wochen als deutlich größeres Problem dar, mit dem man sich weltumspannend beschäftigen musste und auch weiterhin muss -
die Corona-Pandemie. Eine Virusinfektion, die ihren Ursprung zwar in Asien nahm, sich jedoch schon bald über den gesamten Globus ausgebreitet hatte.

Im Gegensatz zur „normalen“ Grippe, dem Influenza-Virus zeigt sich Corona aber deutlich ansteckender und – wenn man den Aussagen der nationalen Gesundheitsverantwortlichen Glauben schenken mag – auch mit erhöhten Sterberaten einhergehend. Vor allem Menschen höheren Alters, mit Vorerkrankungen oder allgemein geschwächtem Immunsystem gehören zu dem besonders gefährdeten Personenkreis.


Besonders prekär stellen sich das bisherige Fehlen eines Impfstoffes oder mit hoher Wahrscheinlichkeit wirksamer Medikamente gegen dieses Virus heraus.
Nach zögerlichen Anfängen hatte sich schon bald herauskristallisiert, dass neben medizinischen Maßnahmen eine möglichst umfassende Beschränkung sozialer Kontakte und eine Verschärfung von Hygienemaßnahmen zielführend sein werden. Man entschied sich in vielen Ländern für Reise- und Ausgangsbeschränkungen sowie einem in Friedenszeiten noch nicht gekannten Herunterfahren der Wirtschaft – dem so genannten „Shutdown“.

Dieser Shutdown wird in Europa schon seit mehreren Wochen praktiziert und fordert viele Einschränkungen – privater und freiheitlicher Natur, aber vor allem auch wirtschaftlich. Auch wenn derzeit schon die Forderungen nach einer Rückkehr zur Normalität immer lauter werden, ein Ende zeichnet sich auch mittelfristig noch nicht ab.

 

Für uns bei COLT liegen die Einschränkungen weitgehend bei einer Aussetzung unserer Unterrichte und Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene aus der Nachbarschaft. Aus diesem Grund mussten wir kurzerhand auch unsere freiwilligen Helfer in ihre Heimatländer zurückschicken, da in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen ein sinnvoller Einsatz nicht möglich war.

Natürlich laufen aber auch bei uns die Kosten weiter und die Spendenbereitschaft vieler Menschen ist, so scheint es  – in für sie wirtschaftlich schwierigen Zeiten – geringer geworden.
Während unser Spendenprojekt Ende März (Schulmaterial für Kinder) noch schnell und erfolgreich abgeschlossen werden konnte – vor allem Dank zweier größerer Spender – steckt unser Nachfolge-Projekt (Sicherstellen Bildungsstandards) fest.
Ich möchte bei dieser Gelegenheit nochmals auf unseren Bericht im Vormonat hinweisen, in dem wir ausdrücklich das wo (Spendenplattform der Sparkasse Berchtesgadener Land) und das wie (Privatspende, z. B. über PayPal) angesprochen hatten. Auch darf ich nochmals erwähnen, dass unsere Hausbank (Sparkasse Berchtesgadener Land) nach wie vor Spenden / Privatspenden über die genannte Plattform ab einem Betrag von 5 Euro verdoppelt – was für uns natürlich einen deutlichen Effekt darstellen würde. Das Projekt endet zum 31. Mai 2020 oder bei vorzeitigem Erreichen des gesetzten Spendenziels.
Nutzen Sie bitte in dieser schwierigen Zeit die Möglichkeit, schon mit einer kleinen Spende große Wirkung zu erzielen, damit wir nach der Krise wieder mit einem soliden Fundament starten können.


Sofern Sie bei Ihrer Spende den Wunsch nach einer Spendenbescheinigung ankreuzen kommen wir diesem sehr gerne nach. Fehlt diese Erlaubnis jedoch, so gibt uns die Bank leider keine Spendernamen und Adressen weiter.

Herzlichen Dank bereits heute an alle, die sich noch an diesem Projekt beteiligen!

H. H.

 

März 2020:

Die Welt in Zeiten eines „Corona-Virus“

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

auch wenn es heute nicht vorrangig mit COLT, unserem Kinderheim und Gemeinschaftszentrum zusammenhängt…der Monat März und die nächsten Wochen stehen auch in Kambodscha unter dem Schlagwort „Corona“.

Sicherlich – zwischen China, dem vermeintlichen Land des Aufbruchs dieses Virus, Italien – dem Hotspot und wohl am schwersten betroffenen Land in Europa, Deutschland – als Drehscheine des internationalen Tourismus und Handels und dem fernen Kambodscha liegen Welten – auch was die bislang kommunizierten Zahlen über Infektionen betrifft. Doch auch hier nimmt man diesen Virus nicht auf die leichte Schulter. Die Verbreitung ist mittlerweile ja – unbestritten – weltweit, wie das nachfolgende, aktuelle Schaubild verdeutlicht. Je größer der rote Punkt, desto größer die Zahl bestätigter Infektionen.

Auch in Kambodscha breitet sich das Virus aus. Wurden vor einer guten Woche noch drei infizierte Personen ausgemacht, so liegt die Zahl heute (21.03.2020) bereits bei 79 – Einheimische und ausländische Besucher im Lande. Man darf ein wenig besorgt sein, da das Gesundheitssystem in Kambodscha – begrenzte Zahl an Ärzten, Labore, Kliniken und medizinische Hilfsmittel - nicht sehr stark ist. Darüber hinaus fehlt vielen Menschen das Wissen über Gesundheitsvorsorge und Hygiene.

Die Regierung hat bislang einige Gegenmaßnahmen ergriffen, z. B. wurden die Schulen geschlossen, auch Ansammlung von Menschen sollen derzeit nicht stattfinden. Flüge aus dem Ausland wurden für einzelne Länder unterbunden, die Menschen werden nach Möglichkeit über TV oder die sozialen Netzwerke zu erreichen gesucht, z. B. auch für den Unterricht. Es stehen 2.000 Ärzte bereit, Hilfe zu leisten, so heißt es zumindest.

COLT hat im Moment seine Aktivitäten weitgehend heruntergefahren. Es werden aktuell noch 14 Heimkinder versorgt, vier Angestellte sind vor Ort im Einsatz.
Unsere Sozialarbeit wird aber fortgesetzt, indem wir direkt in die betreffenden Familien gehen und sie dort über das Virus und mögliche, vorbeugende Maßnahmen informieren, aber auch kleine Päckchen mit Hygieneartikeln verteilen. Den Kindern, die sonst zum Unterricht bei COLT kommen, geben wir Unterrichtsmaterial an die Hand, so dass sie zuhause weiterlernen können.
Noch ist in Kambodscha wegen des Virus niemand verstorben, auch wenn das – vermutlich – nur eine Frage der Zeit ist.

 

Während in den letzten Tagen sich in Deutschland die Maßnahmen überschlagen, die die zuständigen Stellen beschließen, um die Ausbreitung des Virus zu begrenzen - besser gesagt zu verlangsamen - geht man andernorts auf dieser Welt zögerlich oder „relaxter“ mit diesem Thema um.

Ich selbst muss gestehen – aber das ist meine eigene Meinung - dass ich die in Deutschland und vor allem meinem Heimat-Bundesland Bayern getroffenen Maßnahmen zwar nachvollziehen kann, aber durchaus als überzogen betrachte.
Trotzdem versuche ich mich möglichst strikt an die allgemeinen Einschränkungen im Sinne eines Schutzes der Anderen zu halten.

Sicherlich kann man diesen neuen Virus „Corona“ nicht eins zu eins mit dem Influenza-Virus vergleichen, der für bis zu 30.000 Todesfälle jedes Jahr – allein in Deutschland – verantwortlich ist. Doch dagegen gibt es Medikamente und eine Impfung, die mit großer Wahrscheinlichkeit Krankheitsverläufe mildert und weniger Menschen sterben lässt.
Andererseits wird angesichts dieser zugegeben hohen Zahlen kein sonderliches Aufheben um diese regelmäßige, saisonal vorkommende Krankheit gemacht – ganz anders als bei Corona.
Aufgrund eines fast schon hysterischen Aktionismus werden auch Maßnahmen ergriffen, die finanziell verheerende Auswirkungen auf die Menschen, vor allem Arbeiter und Angestellte, aber auch kleinere und mittlere Unternehmen haben.
Je länger diese „Krise“ dauert, umso eher wird es nicht nur krankheitsbedingt Tote geben.

Aktuell (21.03.2020) werden für Deutschland folgende Infektionszahlen genannt:

Dem gegenüber gelten per gleichem Datum in Kambodscha nur 79 Menschen als mit Corona infiziert. Ob hier die große Welle erst noch kommt, die Maßnahmen gegen eine Ansteckung effektiver, die Registrierung nur lückenhafter oder die Menschen einfach weniger anfällig sind – über all diese Gründe könnte man trefflich spekulieren, aber sie würden doch an der eigentlichen Problematik nichts ändern: Der Vermeidung von Ansteckungen.

Darum – in diesen schwierigen Zeiten – mein Appell an Sie alle…ob unsere Kinder und Belegschaft im Gemeinschaftszentrum, ob unsere Vorstandschaft/en und Mitglieder, unsere Unterstützer und Wohltäter, aber auch jeder andere von Ihnen, liebe Leser – beherzigen Sie die einfach anzuwendenden, hygienischen Maßregeln und halten Sie sich, wo immer es in den nächsten Wochen möglich ist daran, die sozialen Kontakte auf ein Minimum zurückzufahren.
Sie können dadurch effektiv zur Bewältigung dieser Krise etwas beitragen.

Bleiben Sie gesund!

H. H.