Mai 2022

Es ist wieder an der Zeit… Muttertag!

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

in diesem Monat steht wieder ein besonderer Tag an, den man aus gutem Grund auf der ganzen Welt feiert und würdigt:
der Muttertag!

2022-05-Muttertag.jpg

In allen Ecken dieser Erde werden die Eltern – speziell die Mütter – besonders geschätzt, die wie selbstverständlich alles, das sich einer Familie im Alltag stellt, angehen und meistern… und das nicht selten mit großem Aufwand… und erfolgreich.


Neben „dem Bisschen Haushalt“ und dem Großteil der Kindererziehung und –betreuung gehen viele Mütter einem Beruf nach, mit dem Sie zum Familieneinkommen beitragen und damit helfen, in immer anspruchsvoller werdenden Zeiten „über die Runden“ zu kommen.

Doch damit nicht genug – Mütter bzw. Frauen ganz allgemein nehmen soziale Verantwortung wahr und übernehmen häufig auch Pflege und Sorge für die Generation der Eltern, sind in den Kirchengemeinden und Kommunen aktiv, in Vereinen, im Tier- und Umweltschutz.

Die Mütter zu ehren ist also eine wirklich gute Sache!

Selbst wenn es im Alltag der Familien auch einmal knirscht und grummelt, wenn Kinder gegen Wertvorstellungen und eine vermeintlich strenge Hand der Eltern aufbegehren, so wird Ihnen meist erst in späteren Jahren bewusst, dass dies für sie überwiegend positive Auswirkungen hatte…sehr oft erst, wenn sie selbst in die Elternrolle schlüpfen oder mittlerweile weit von den Eltern entfernt leben… vielleicht sogar erst dann, wenn diese schon verstorben sind.

2022-05-Muttertag-2.jpg

Jeder darf sich glücklich schätzen, der in seiner Kindheit eine Mutter oder Eltern hatte, die für ihn sorgten, sich seiner Person und Bedürfnisse annahmen. Manche Menschen können dieses Privileg nicht teilen, so einst auch viele unserer Heimkinder.

Egal, ob es sich dabei um Waisen handelt, ob sie aus zerrütteten Familien stammen, in denen Missgunst, Neid und Gewalt an der Tagesordnung waren oder die in wichtigen Dingen keine Unterstützung bekamen und alleine für sich kämpfen mussten – solche Erfahrungen verursachen oft ein Leben lang negative Folgen für die Psyche von Kindern.

Wir bei COLT haben uns seit mehr als 15 Jahren besonders solcher Kinder angenommen. Seit 2016 beziehen wir im Rahmen der Dorfgemeinschaften sogar die Familien mit ein, wenn es darum geht, eine positive Entwicklung für Kinder und Familien zu erzielen und verloren gegangenes Vertrauen und Geborgenheit wiederherzustellen.

Natürlich können unsere Mitarbeiter und freiwilligen Helfer nie wirklich Eltern ersetzen, aber mit der richtigen Einstellung und Motivation können wir diesen Kindern aufzeigen, dass es jemanden gibt, der an ihrer Seite steht, der zu ihnen hält – egal was da komme.
Und die Kinder nehmen dieses Angebot bereitwillig und dankbar an.

Im Verlauf der Wochen, Monaten und Jahre, in denen diese Kinder durch uns betreut werden, kann man nur zu deutlich eine positive Entwicklung erkennen.
Sie legen frühere Traumata ab, fassen neuen Mut, lachen wieder, lernen sich für etwas und für andere anzustrengen, entwickeln Selbstwertgefühle…alles Dinge, die viele von ihnen noch nie oder schon für längere Zeit so nicht mehr kennengelernt hatten.

2022-05-Muttertag-3.jpg

Damit wir aber auch weiterhin diese wichtige Arbeit leisten können sind wir auf viele Spender und Spenden angewiesen.

Haben Sie bitte Ihre eigenen Eltern, Ihre eigene Mutter im Kopf und helfen Sie uns die Voraussetzungen zu schaffen, dass auch in diesem weit entfernten, armen Land Kinder wieder wie durch eigene Eltern oder eine liebevolle Familie betreut werden können.

Wir bieten sicher auch für Ihre Vorstellungen und Möglichkeiten die richtige Art zu helfen.
Auf unseren Seiten finden Sie einige Anregungen, gerne können Sie uns aber auch konkrete Fragen stellen, zu denen wir Ihnen eine mögliche Lösung präsentieren.

Ich würde mich sehr über eine Unterstützung – auch und gerade durch Sie – freuen!

H. H.

 

April 2022 - Ergänzung

 

Ankündigung u. Einladung zur Mitgliederversammlung

 

Sehr geehrte Mitglieder unseres Vereins,
sehr geehrte Interessenten an unserer Arbeit,

 

es ist wieder soweit - wir dürfen zu unserer jährlichen Mitgliederversammlung des "Verein COLT Deutschland e. V." einladen.

Nachdem nicht nur in Deutschland (endlich) die Corona-Einschränkungen zurückgefahren wurden war es unserem 1. Vorstand, Robert Heiduczek nach zwei Jahren Abstinenz wieder möglich, persönlich diesen wichtigen Termin im Vereinskalender wahrzunehmen und aus Kambodscha anzureisen.
Die Details der Einladung entnehmen Sie bitte beiliegendem Screenshot.

Hinweis:
Selbstverständlich sind auch interessierte Nicht-Mitglieder gerne erwünscht.

Einladung-2022.jpg

 

 

 

 

 

April 2022

 

COLTs Newsletter feiert Geburtstag

. . . .

Sehr geehrter Leser, lieber Freund oder Gönner von COLT,

seit 2005 besteht COLT, seit dem Jahr darauf gibt es unseren Verein, COLT Deutschland e. V.
Gemeinsam konnten wir in den zurückliegenden Jahren schon viele Erfolge und Fortschritte erzielen - sowohl die Stiftung COLT, unser Verein und unsere zahlreichen freiwilligen Helfer... aber auch und gerade Sie liebe Freunde und Mitglieder, Gönner und Förderer, denn Sie haben einen wesentlichen Anteil an diesen Erfolgen.

Seit nun schon 11 Jahren setzen wir ein Medium ein, mit dem wir auf unsere Arbeit aufmerksam machen und Informationen weitergeben - unseren Newsletter.
Ab April 2011 konnten wir Sie damit regelmäßig, zuverlässig und zeitnah über unser Kinderheim, Planungen und Entwicklungen – vor allem in und aus Kambodscha – informieren.
Neben kurzen, textlichen Informationen waren diese Newsletter stets reich bebildert, so dass auch diejenigen von Ihnen, die noch nicht die Möglichkeit hatten, COLT vor Ort zu besuchen, sich ein Bild machen konnten, das an die Realität heranreicht.

Dieser Newsletter wurde vor rund vier Jahren, im März 2018 an die „neue Zeit“ adaptiert, das heißt er mutierte von einer reinen Print-Version zu einer Online-Version. Hintergrund war eine bessere, schnellere und effektivere Möglichkeit, diesen Newsletter zu verteilen und so unter anderem die Werbung in eigener Sache zu intensivieren.

Dieser Newsletter wird viermal pro Jahr an hinterlegte Mailadressen versandt. Hierzu kann sich neben den Mitgliedern und bisherigen Förderern jeder gerne eintragen lassen, der Interesse an unserer Arbeit hat – auch wenn er sie nur aus der Ferne verfolgen möchte.
Nennen Sie uns Ihren Namen, ihre Adresse und vor allem auch Ihre Mailadresse… und schon steht Ihrem Newsletter nichts mehr im Wege.

Hier ein Screenshot der ersten Online-Ausgabe vom März 2018…


Wie Sie bemerken war und ist die Sprache im Original niederländisch.
Das liegt daran, dass das Heim durch eine niederländische Stiftung (COLT) getragen wird und die Hauptklientel auch in den Niederlanden zu suchen ist.
Doch von Anfang an war es uns wichtig, auch „unser heimisches Publikum“ zu erreichen – der Newsletter wurde schon vormals bereits in englischer und vor allem auch deutscher Sprache aufgelegt, wobei die Übersetzung ins Deutsche durch uns / COLT Deutschland erfolgt.
Selbstverständlich wird den Interessenten „die passende Variante“ zur Verfügung gestellt.

Falls Sie jedoch kein besonderer Freund von „online“ sind, so haben wir auch dafür Verständnis.
COLT Deutschland stellt auch weiterhin eine Druckversion der deutschen Version bereit – auch im Rahmen unserer Webseite, wo wir im Bereich Newsletter immer die letzten drei, vier Versionen zur Einsicht oder zum Download für Sie vorhalten.

Und hier schließt sich der Kreis zum Eingangs-Statement.
Der „Newsletter“ von COLT feiert in diesem Monat nicht nur sein 11-jähriges Bestehen, sondern auch seine Ausgabe Nr. 50!


Ein kleines Jubiläum, das keinen besonderen Anlass zu Feierlichkeiten bietet, aber das einem ganz nebenbei vor Augen führt, wie nachhaltige Arbeit aussehen kann.

Wir legen Ihnen - wie immer - die Lektüre unserer Newsletter ans Herz und würden uns sehr freuen, wenn Sie die Arbeit hinter den Newslettern – also die Recherche, das Anfertigen von Fotos und Texten, die redaktionellen Arbeiten und Übersetzungen – aber vor allem auch das, worüber wir in diesen Newslettern berichten, also unsere Hilfe für Menschen, durch eine Spende guttieren würden.

H. H.

 

Februar 2022

Corona-Lage in Kambodscha

 

Liebe Leserin, lieber Leser,
Februar ist erfahrungsgemäß einer der weniger „aktiven“ Monate, in denen es von eigenen Aktionen nicht viel zu berichten gibt.
Lassen Sie uns deshalb den Blick mal wieder in die Ferne nach Kambodscha richten.


In unregelmäßigen Abständen durfte ich Ihnen helfen, einen aktuellen Blick auf Kambodscha zu werfen - so will ich es auch heute halten.
Ein Blick auf das aktuelle Geschehen vor allem in punkto Corona.

Wie sehen die aktuellen, trockenen Zahlen aus? – Stand 04.02.2022

Einwohnerzahl (ca.):  16,9 Mio / Einwohnerdichte (ca.): 95 Menschen pro km²

Erstimpfungen (ca.):   14,32 Mio / Impfquote (ca.) 84,5 %, vollständig (ca.) 81,0 %

Positiv getestet / Infektionen gesamt (ca.): 121.550

Infektionsrate (ca.):    0,72 % / 7-Tage-Inzidenz (ca.): 2,1

Todesfälle gesamt:     3.015 / Letalitätsrate gesamt (ca.): 2,5 %

Leider ermöglichen diese aufsummierten Zahlen – Statistiken generell - ein unzureichendes bzw. nur bedingt gut vorstellbares Bild auf das tatsächliche Geschehen. Einen besseren Überblick erhält man beim Blick auf die grafische Darstellung des Infektionsgeschehens, wie unten dargestellt.

           

Speziell in Kambodscha kann man recht unterschiedliche Phasen während dieser Pandemie ausmachen.
Während einer ersten Phase, die von Anfang 2020 bis in den Februar 2021 dauerte, bewegten sich die Infektionszahlen, so es sie denn überhaupt gab, auf einem äußerst geringen Level – im ganzen Land gab es in diesem Zeitraum weniger als 450 nachgewiesene Infektionen bzw. positive Testungen…und noch keinen einzigen Todesfall zu betrauern.

Durch einen externen Eintrag des Virus, über die ich in einem früheren Monatsbeitrag bereits berichtet hatte, schwappte die damals als „englische Variante“ bezeichnete Mutante des Virus – durch chinesische Gäste - nach Kambodscha und startete seine Ausbreitung.

Ab etwa April 2021 dann gingen die Zahlen auch in Kambodscha für die dort gewohnten Verhältnisse durch die Decke.

Trotz bereits frühzeitig durch die Regierung verhängter Maßnahmen (Quarantäne / Ausgangsbeschränkungen / Berufs- und Versammlungsverbote / ja sogar Lockdowns) kam es in Folge immer wieder zu nennenswerten Anstiegen der Infektionszahlen, von denen es besondere Spitzen im Mai, August und Ende September 2021 gab.


Parallel hierzu wurde auch in Kambodscha der Weg einer möglichst umfassenden Impfkampagne beschritten, die ab Oktober 2021 scheinbar Wirkung zeigte und sicherlich neben der allgemeinen „Herdenimmunität“ der Bevölkerung mit dazu beitrug, dass sich vieles wieder “normalisieren“ konnte.

Die Infektionsrate ging signifikant zurück und liegt derzeit wieder bei einer 7-Tages-Inzidenz von ca. 2 (2 Infektionen pro Tag pro 100.000 Menschen).

Wie sieht heute der Alltag der Menschen aus bzw. welchen Einschränkungen haben sie sich noch immer zu unterwerfen?

Bei Betreten von Geschäften, Hotels, Einkaufszentren und öffentlichen Einrichtungen ist das Einchecken mit dem QR-Code „StopCovid“ vorzunehmen und ein Impfnachweis vorzulegen.

 

Zudem sind fast überall Fiebermessung und Handhygiene vorgesehen. In der Praxis halten sich Betreiber und/oder Inhaber der Einrichtungen und Geschäfte jedoch nicht überall daran. Vor allem auf einfachen Märkten oder beim Straßenverkauf durch kleine Händler beschränken sich die Maßnahmen weitestgehend auf eine bessere Hygiene als früher.

Lockdowns wurden mittlerweile wieder zurückgenommen, auch gibt es keine Ausgangsregelungen / Sperrzonen und Sperrstunden mehr, jedoch ist den Anweisungen offizieller Stellen wie etwa der Polizei – vor allem hinsichtlich Corona oder Quarantäneanordnungen - dringend Folge zu leisten, um sich nicht der Gefahr spürbarer Strafen auszusetzen. Solche Maßnahmen können auch kurzfristig ausgesprochen werden.

Im Oktober / November 2021 wurden die Schulschließungen wieder aufgehoben.

Seither können auch wir im Heim und Gemeinschaftszentrum wieder sinnvoller arbeiten.

Dies trifft für den Umgang mit unseren eigenen Heimkindern zu, aber auch für die Kinder unserer Tagespflege und die Schüler, die unsere Nachmittagsunterrichte besuchen…natürlich auch für Besucher und Gäste, die wir unter Einhaltung von vernünftigen Hygieneregeln wieder zulassen können.
Leider müssen wir bis heute auf die tatkräftige Unterstützung durch internationale, freiwillige Helfer verzichten, da diese auch heute noch nicht wieder Arbeitsgenehmigungen erhalten.
Wir konzentrieren uns derzeit nahezu ausschließlich auf nationale Lehrkräfte und Helfer.

Zuletzt wieder ein kurzer Ausblick in punkto Reise / Einreise nach Kambodscha.

Mit Wirkung vom 15. November 2021 hat Kambodscha seine Einreisebestimmungen erneut geändert / wieder ein wenig gelockert.
E-Visa können für touristische Reisen wieder beantragt werden. Geschäftsvisa sind wie bisher bei einer kambodschanischen Auslandsvertretung zu beantragen.
„Visa on arrival“ – also z. B. am Einreiseflughafen von Phnom Penh - werden derzeit noch nicht angeboten.

Ausländer, die nach Kambodscha reisen, müssen derzeit generell bei Einreise einen negativen PCR-Test einer staatlich anerkannten Einrichtung vorlegen, der weniger als 72 Stunden vor Einreise durchgeführt wurde. Das Testergebnis muss in englischer Sprache verfasst sein. Digitale Nachweise müssen zur Vorlage bei Einreise farbig ausgedruckt werden sowie Stempel und Unterschrift der ausstellenden Stelle enthalten.

Für vollständig geimpfte Reisende gilt:

Nach Ankunft in Kambodscha müssen sich die Reisenden einem Schnelltest unterziehen und das Ergebnis abwarten (Dauer ca. 15-20 Minuten). Bei negativem Testergebnis können sich die Reisenden frei im Land bewegen. Sollte das Testergebnis jedoch positiv sein, wird eine 14-tägige Quarantäne in einer staatlichen Einrichtung angeordnet (Kaution s. unten).

Für nicht geimpfte Reisende gilt:

Ungeimpfte Reisende müssen sich nach Einreise einem PCR-Test unterziehen und anschließend eine 14-tägige Quarantäne in einem von den kambodschanischen Behörden zugelassenen Quarantäne-Hotel verbringen. Kann bei Einreise keine Hotelbuchung in einem entsprechenden Hotel nachgewiesen werden, muss eine Kaution in Höhe von 2.000 US-$ für die Unterbringung hinterlegt werden, mit der am Ende dieser Maßnahme die tatsächlich angefallenen Kosten verrechnet werden. Erst dann könnte man sich – sofern man nicht mehr positiv ist - wieder frei im Lande bewegen.

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang mit einer Eindämmung von COVID-19 beeinträchtigt sein. Gleiches gilt für Ein- und auch Durchreisebestimmungen, die aber laut aktuellem Stand Anfang Februar 2022 nicht gegeben sind.

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Kambodscha ein Visum.

Die Beantragung eines Visums vor Einreise erfolgt bei einer kambodschanischen Auslandsvertretung, z.B. der kambodschanischen Botschaft in Berlin.
Bei der auf einem vor der Einreise eingeholten Visum angegebenen Gültigkeitsdauer von drei Monaten handelt es sich um die Nutzungsfrist. Die Einreise muss innerhalb dieses Zeitraums erfolgen, die Dauer des zulässigen Aufenthalts beträgt 30 Tage ab dem Tag der Einreise. Sie wird vom Grenzbeamten bei Einreise festgelegt.

Es werden derzeit keine Online-Visa – so genannte „E-Visa“ - ausgestellt.
Das Visum der Kategorie T (Tourismus) kann grundsätzlich online als „E-Visa“ beantragt werden, es ist jedoch nur an einer begrenzten Anzahl von Grenzübergängen nutzbar. Der Antrag sollte mindestens zwei Wochen vor dem geplanten Reiseantritt gestellt werden, die Zahlung der Visumgebühr ist mit Bank- oder Kreditkarte, Paypal oder Überweisung möglich.

Es werden derzeit auch keine Visa bei Einreise – so genannte „Visa on arrival“ - ausgestellt.
Allgemein gilt: Die Einholung eines Visums bei Einreise ist für Visa der Kategorie T (Tourismus) und E (Economy / Geschäftsreise) gegen eine Gebühr möglich.

Das Visum wird grundsätzlich nur für eine einmalige Ein- bzw. Ausreise ausgestellt.

Seit Anfang Juni 2019 ist bei der Einreise ein neues Ein-/Ausreiseformular zu nutzen, das gleichzeitig als Antrag für ein Visum „on arrival“ dient. Es wird hierfür kein Passfoto mehr benötigt.
Nicht alle Fluggesellschaften verteilen das neue Formular im Flugzeug, es ist aber auch am Flughafen verfügbar.

Noch ein allgemeiner Hinweis:

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist häufig technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch – gerade auf dem Lande.

Besonders chronisch kranke und behandlungsbedürftige Menschen müssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Kambodscha bewusst sein.
Für Menschen, die Gerinnungshemmer nehmen müssen, besteht bei Verletzungen ein hohes Risiko, da Gegenmittel zum Stoppen von Blutungen in aller Regel nicht zur Verfügung stehen.
Grundsätzlich sind bei einer Reise nach Kambodscha keine gezielten Impfungen nötig, eine Beratung im Vorfeld – möglicherweise durch einen Tropenmediziner – sowie je nach Aufenthaltsgebiet oder -dauer auch prophylaktische Impfungen wie Hepatitis oder eine Auffrischung des Tetanus-Schutzes sind jedoch angeraten.

 

H.H.

 

 

März 2022

Gutes tun…aber bitte nachhaltig!

 

Liebe Leserin, lieber Leser,
sehr geehrter Interessent an der Arbeit von COLT,

wie Sie sicher wissen, wenn Sie unsere Monatsberichte, unsere Arbeit oder Newsletter verfolgen, hat COLT nun schon eine ganze Reihe von Jahren „auf dem Buckel“, in denen wir uns für benachteiligte Kinder und auch ärmste Familien in Kambodscha einsetzen.


Erfolgte unsere Hilfe zu Anfang noch ohne große, strategische Planung, so floss dies mit der Zeit immer tiefer in unsere Überlegungen ein. Nach dem Schaffen eines behüteten Zuhauses, der Teilhabe an staatlicher Schulbildung für alle unsere Kinder, dem Angebot weiterer Zusatzausbildungen, der Bereitstellung gesunder Ernährung und medizinischer Versorgung weitete sich der Blick mehr und mehr.
Das „A und O“ dabei sind zwei Themen, die man gerade bei Hilfsprojekten nie aus den Augen verlieren sollte: Das Ziel dauerhafter, nachhaltiger Hilfe, um die Lebenssituation zu verbessern und die dazu nötige, finanzielle Basis.

 

Mit gewissem Stolz dürfen wir auf Erreichtes zurückblicken und feststellen, dass unsere solide Planung, unsere langfristig ausgelegten Projekte und auch die strategische Ausrichtung von einem reinen Kinderheim hin zu einem Gemeinschaftszentrum, das den Fokus über die Familie hinaus bis hin zu den Dorfgemeinschaften richtet, die richtige Art und Weise war, die Dinge anzugehen.

Als Hilfsorganisation oder auch nur als Verein, der keine staatlichen Zuschüsse erhält, ist die finanzielle Basis von entscheidender Bedeutung.
Um diese Basis sicherzustellen ist eine planbare, möglichst dauerhafte Unterstützung besonders wertvoll, ja unverzichtbar.

 


Doch wie überzeugt man Menschen zu helfen / uns zu helfen?

In dem man seine Ziele ausspricht und diese nachvollziehbar macht, aber auch durch den Verweis auf bereits durch unsere Arbeit Erreichtes.
Ich möchte daher einen kurzen Abriss zu diesen Punkten liefern:

Seit 2015 stellt COLT Planungen für jeweils einen 5-Jahres-Zeitraum auf, in denen die „Richtung“ vorgezeichnet und die dazu geplanten Maßnahmen festgelegt werden - so zu sagen als "roter Faden".
Im aktuellen „Visionsplan 2020-2025“ sind dies folgende Ziele:

  • Stärkung durch Bildung
    Wir planen die Intensivierung unserer Bildungsmaßnahmen durch qualifiziertes Personal, das sich auch regelmäßig selbst weiterbildet, durch den Ausbau von Kapazitäten der Unterrichte für Schüler, Nachbarskinder und zunehmend auch für Erwachsene, durch den Ausbau unserer Kindertagesstätte - um einige wesentliche Punkte zu benennen.
    Auch die Vernetzung zu anderen NGOs ist hier ein wichtiger Punkt.
  • Wir kümmern uns um unsere Gemeinschaft
    Hier werden wir zunehmend eine größere Rolle als Teil unserer Dorfgemeinschaft/en vor den Toren Phnom Penhs einnehmen.
    Im Gemeinschaftszentrum sind wir Anlaufstelle für die Menschen und ihre Probleme, auch versuchen wir – gerade in so schwierigen Zeiten wie jetzt unter Corona – in dringenden Fällen auch Hilfen bereitzustellen.
  • Wir kümmern uns um unsere Umwelt
    Wir verfolgen schon immer das Thema Nachhaltigkeit in unserer Arbeit, ob beim Einsparen von Ressourcen, in punkto Mülltrennung und -vermeidung, Nutzung von Solarstrom usw... Wir wollen auch hier als Vorreiter die umliegende Bevölkerung mit ins Boot holen, wenn es gilt für die Umwelt und auch sich selbst schädliche Verhaltensweisen zu erkennen und zu ändern.
  • Hin zu finanzieller Unabhängigkeit
    Der wohl anspruchsvollste Bereich dürfte aber dieser werden.
    Da wir selbst – weder in Kambodscha, noch in den unterstützenden Ländern – über die Möglichkeit verfügen, unser benötigtes Geld selbst bereitzustellen, sind wir auf Förderer und Spenden angewiesen. Hier ist das Ziel einen spürbaren Teil der benötigten Mittel künftig nicht mehr international beisteuern zu müssen, sondern im Lande, in Kambodscha zu erzielen. Geplant sind bis 2025 ein Anteil von 50%...doch auch dann / danach wird es nicht völlig ohne fremde, ausländische Unterstützung gehen.

 

Dass bei COLT gute Arbeit geleistet wir kann man an unseren Erfolgen ablesen:

  • Kinder wurden von der Straße geholt
  • Neues Heim, neue Gebäude, sanitäre Einrichtungen wurden errichtet
  • Alle unsere Kinder konnten zur Schule geschickt werden,
    später sogar auf Privatschulen
  • Regelmäßige medizinische Versorgung wurde sichergestellt
  • Kinder werden sinnvoll beschäftigt, z. B. durch Zusatzunterrichte oder Sport,
    sie dürfen sich auch kreativ und musisch beschäftigen
  • In 2015 Umzug auf ein eigenes Grundstück mit neuem Heim, Kindertagesstätte und Gemeinschaftszentrum
  • Mit Einfallsreichtum und viel Engagement bisher durch die Corona-Krise,
    z. B. mit Online-Unterrichten oder Hilfspaketen für die ärmsten Familien

Diese Liste ließe sich um einiges fortsetzen, aber wir wollen uns auch nicht über die Maßen loben – guter Wille, Erfahrung und Hartnäckigkeit zahlen sich jedenfalls aus und bieten vor allem den betreuten Kindern gute Chancen für ihre Zukunft.

 

Doch neben allem Engagement unserer Helfer und Angestellten vor Ort sind Sie, liebe Förderer, unverzichtbar – so zu sagen das größte unserer „Zahnräder“ im Zusammenspiel unseres Uhrwerks.
Wir freuen uns immer sehr, wenn wir Menschen von unserer Arbeit überzeugen und diese als Spender gewinnen können.


Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten dies in die Tat umzusetzen –

  • als Einmalspender – zum Geburtstag, zu einem Jahrestag, zu Weihnachten, wenn sie einen Garagen-Flohmarkt durchführen oder auch ganz ohne triftigen Grund
  • als Mitglied in unserem „Club der 100“, wo sie für eine gewisse Zeit mit einem festen, jährlichen Betrag von mindestens 100 Euro als Spender auftreten
  • als regelmäßiger Spender, in dem Sie uns per Dauerauftrag monatlich helfen unsere Ziele in die Tat umzusetzen; wir haben hierzu erst Ende 2020 thematisch neue Sponsorenpakete geschnürt

 

Eine weitere Möglichkeit der Unterstützung wäre die Hilfe vor Ort als Freiwilliger – dies ist aber – wie eingangs bereits erwähnt - in Zeiten von Corona leider nicht möglich.

Noch ein Hinweis:
Sachspenden nähmen wir gerne an, jedoch gestaltet sich ein Versand nach Kambodscha in der Regel sehr schwierig und teuer, so dass Geldspenden weitaus sinnvoller sind - Anschaffungen vor Ort sind fast immer weit günstiger möglich.

Überlegen Sie nicht lange, jedes neue Kinderlächeln ist es wert zu helfen.

 

H. H.

 

Januar 2022

Weihnachten, Neujahr… wie wird es in 2022 weitergehen?

 

Liebe Leser, liebe Förderer von COLT,

als treuer Leser unserer Monatsberichte wissen Sie sicherlich, dass wir, wie so viele Menschen auf dieser Welt, mit einem „echt schwierigen Jahr“ zu kämpfen hatten –
ich darf nur auf die Zusammenfassung im Monatsbericht Dezember verweisen.

2021-corona.jpg


Doch trotz aller Probleme und Schwierigkeiten konnten wir die Gesundheit all der uns anvertrauten Menschen, der Kinder und Angestellten in Kambodscha bewahren.

Auch an der Motivation bis zu einer sich hoffentlich bald wiedereinstellenden Normalisierung nach Corona wird es uns nicht mangeln, selbst wenn sich die Rahmenbedingungen unserer Hilfe in den letzten beiden Jahren zusehends schwieriger gestaltet haben.

Lassen Sie uns deshalb kurz auf die Arbeit unseres Vereins „COLT Deutschland e. V.“ im abgelaufenen Jahr zurückblicken.

 

Zu den bereits angedeuteten, sich verschlechternden Rahmenbedingungen gehörte z. B., dass wir seit dem März 2020 bereits auf freiwillige, internationale Helfer in Kambodscha verzichten müssen, da diesen bis auf weiteres aus Pandemiegründen eine Hilfe untersagt ist.
Zudem ziehen sich einige langjährige Spender aus unterschiedlichen Gründen zurück – sei es aus Altersgründen, aufgrund privater, finanzieller Entwicklungen oder gar, weil sie sich nach Jahren der Hilfe anderen Projekten zuwenden wollen.

Zudem mussten wir feststellen, dass – für uns absolut nachvollziehbar – ein Großteil des Spendenaufkommens in 2021 in Deutschland blieb. Die Im Sommer 2021 zu beklagende Flutkatastrophe, die Teile im Westen von Deutschland, aber auch unsere Region, das Berchtesgadener Land in Mitleidenschaft gezogen hatte, erfuhr eine immense Solidarität und Hilfsbereitschaft der Menschen – leider zu Lasten anderer Hilfsprojekte wie z. B. dem unsrigen von COLT, die in diesem Zuge aus dem Fokus gerieten.

Darüber hinaus waren durch die Corona-Einschränkungen aber auch unsere eigenen Möglichkeiten begrenzt. So konnten wir selbst keine Spendensammlung im Rahmen von Publikumsveranstaltungen durchführen – dies galt auch für uns verbundene Menschen und Einrichtungen, auf deren Spenden wir in den Vorjahren stets bauen durften.

Durch die bereits beschriebenen Gründe waren selbst unsere eigenen Spendenaufrufe im Internet bzw. über unsere Homepage nur sehr schwer zu einem Erfolg zu bringen.
Trotz allem konnten wir neuerlich die Grenze von 10.000 Euro deutlich knacken und gegen Jahresende sogar fast an vergangene Jahre anknüpfen.

Hierfür möchte ich mich an dieser Stelle gerade für den persönlichen Einsatz unserer Vorstandschaft ganz herzlich bedanken.

Wir hoffen, dass sich der Abwärtstrend wieder umkehrt und sich schon bald wieder eine Spendensituation einstellt, wie wir sie früher vorfanden.

 

Schwankungen.jpg

 

Wir möchten auch Sie, liebe Leserinnen und Leser dazu aufrufen, unsere wichtige Arbeit in der Betreuung und Förderung von Kindern und deren Familien durch eine – möglichst regelmäßige – Spende zu unterstützen…Sie könnten damit viel Positives in diesem aufstrebenden, aber auch heute noch armen Land bewirken.

Helfen Sie mit, den Traum vieler Kinder nach einem behüteten, weitgehend sicheren Leben, der Möglichkeit lernen zu dürfen und sich Wissen anzueignen und einer erfolgreichen, eigenen Zukunft zu verwirklichen.

Informationen zu Spendenmöglichkeiten erhalten Sie auf den Seiten dieser Homepage.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte einfach mit einer Nachricht an uns - wir werden diese möglichst zeitnah beantworten.

Selbstverständlich können wir Ihnen versichern, dass Ihre Spende „in voller Höhe“, also ohne Verrechnung irgendwelcher Kosten, Heim und Kindern zu Gute kommt.
Wir haben unsere Kosten bisher immer aus eigenen Mitteln wie z. B. den Mitgliedsbeiträgen oder privater Übernahme von Kosten durch Mitglieder unseres Vereins geschultert…
und werden dies auch weiterhin so beibehalten.

Schenken Sie uns Ihr Vertrauen und Ihre Spende – nur so können wir dauerhaft unsere Arbeit im Sinne einer guten und sinnvollen, funktionalen Hilfe fortsetzen.

 

Daumen_hoch.jpg

 

Wir sind schon seit vielen Jahren zur Ausstellung von Spendenbescheinigungen berechtigt und werden dies für alle unsere Spender bei Angabe von Namen und Adresse auch weiterhin gerne tun – selbst bei kleineren Beträgen, für die normalerweise dem Finanzamt die Vorlage einer Kopie Ihres Kontoauszuges reichen würde.

 

Übrigens:
Kasse und Buchführung wurden wie üblich gleich zu Jahresbeginn geprüft.
Der Prüfer bestätigte eine korrekte und nachvollziehbare Arbeit – ein weiterer Grund, uns Ihre Spende/n anzuvertrauen.

Bleiben Sie uns also auch im neuen Jahr 2022 gewogen – wir bauen auf Sie und halten Sie nach besten Kräften auf einem aktuellen Stand!
H. H.