November 2023

Mit einer kleinen Träne im Auge…

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

unaufhaltsam schreitet das Jahr voran und zeigt uns in vielen kleinen Details die Endlichkeit der Dinge auf.
Ob es nun das Ende des Sommers ist, der schon spürbar in den Herbst übergegangen und mit ersten Anzeichen der kalten Jahreszeit aufwartet.

Ob es das Alter von Menschen und Dingen anbelangt, die zwar heute oft weiter in die Zukunft reichen als noch früher, doch ein hohes Alter oder Langlebigkeit sind nicht immer auch ein Segen.
Oder ob es – wie auf dem nächsten Foto dargestellt– die Zeiten auf dem Ausflugsboot unseres Vorstands Robert waren, die wir wie hier mit unseren ehemaligen Organisatoren Wilco und Frida (von COLT NL) nochmals wach werden lassen.

Aktuell aber bedeutet es, wenn man von einer Endlichkeit der Dinge spricht,  eher den Countdown des Kinderheims von COLT und – wie wir ganz nebenbei erfahren haben – wohl auch das Ende des Gemeinschaftszentrums in der aktuellen Form.

 

In der zugegeben stillen Zeit, die keine großen Aktionen oder Aufmerksamkeiten für uns bereithält, kommt man gerne ins Sinnieren und erinnert sich an Anekdoten aus früheren Jahren - an eine Zeit, in der noch viel Engagement und Aufbruch zu spüren waren, es konkrete Ziele zur Unterstützung der Heimkinder gab, die noch bis vor kurzem den ganzheitlichen Sinn hinter COLT darstellten.

Beim Blättern durch alte Unterlagen, Newsletter und vor allem Fotos kommen einem immer wieder Erinnerungen in den Sinn, die einem freudige Gedanken bescheren oder zumindest zum Schmunzeln einladen… die gute, alte Zeit eben!

Hier unser Mitglied Klaus bei den Kindern im „ersten“ Heim in Phnom Penh.

 

Einige Mitglieder unseres Vereins haben in den vergangenen Jahren die Chance ergriffen und Kambodscha und dem Kinderheim einen Besuch abgestattet, manche sogar mehr als einmal.
Übereinstimmend schilderten sie uns danach ihre positiven Eindrücke, von den aufgeweckten und wissbegierigen Kindern, den immer wieder feststellbaren Verbesserungen auf unserem Areal und im Alltag der Kinder.
Vor allem denken sie alle gerne an die jungen, weltoffenen Kinder zurück, denen wir versuchten ein durch eine gute Bildung besseres Leben zu ermöglichen.

Mit folgenden Schnappschüssen darf ich auch Sie – zeitversetzt – nochmals in diese bereits vergangenen Tage entführen…

Hier unser 2. Vorstand Peter bei einem Bootsausflug mit allen Kindern in die Mangrovenwälder an der Südküste Kambodschas, der durch eine großzügige Spende seines Bruders Robert, unseres 1. Vorstandes ermöglicht wurde.

Hier unser Mitglied Liana beim Plausch mit einigen Mädchen im Heim.

 

Die kleine Zahl an Fotos über unsere „Mitglieder-Besuche bei COLT“ möchte ich mit einem von meinem letzten Besuch im „neuen“ Kinderheim von COLT aus dem Jahr 2016 beschließen, auf dem ich (Kassier Helmut Halmich) die neu gegründete Kindertagesstätte wie auch das Gemeinschaftszentrum kennenlernte.
Mit auf diesem Bild sind die damals tätigen Organisatoren Noach und Agnieszka (kurz: Aga) zu sehen, die zwischen 2015 und 2017 mit viel Herzblut ihre Tätigkeit im Heim ausgeführt hatten.
Noach ist übrigens derzeit einer der Vorstände von COLT NL.

 

 

Persönlich verbinde ich noch gute Erinnerungen an eine Aktion, die wir während dieses Aufenthalts in der Vorweihnachtszeit erleben durften – die Teilnahme an einem nahezu authentischen Weihnachtmarkt bei 35 Grad Außentemperatur und echtem, künstlich erzeugten Schnee, den man für dieses Event produziert hatte und über den die „Kambodschaner“ nicht schlecht staunten.
COLT durfte hierbei mit einigen anderen zwei der wenigen Markthütten betreiben, die durch die Deutsch-Kambodschanische Wirtschaftsförderung ermöglicht wurden.


In einem großen Einkaufszentrum in der Stadt, der „Aeon Mall“, wurde neben der Eislaufbahn im 4. OG für ein Wochenende ein Weihnachtsmarkt aus dem Boden gestampft und wartete mit allerlei Leckereien auf, die man sonst nur von hiesigen Weihnachtsmärkten kennt – einer Eisbar für kleine, aber harte „Shots“ oder Sekt und Champagner, für Glühwein, belegte Brötchen mit Würstchen oder Leberkäse, für Kekse und Lebkuchen, Ansichtskarten, selbst Gebasteltes und allerlei mehr.
Diese Fotos lassen erahnen, was das für ein tolles Erlebnis war.

 

 

 

Nach zwei sehr intensiven und arbeitsreichen Tagen, an denen auch unser Vorstand Robert und ich gerne mitgeholfen hatten, war der "Weihnachtszauber"  auch schon wieder vorbei.

Schade nur, dass man im Einkaufszentrum damals nicht auf dieses Event aufmerksam gemacht hatte oder vermutlich machen durfte. So verliefen sich nur vergleichsweise wenig Gäste in diese Ecke des Einkaufszentrums.

H. H.