Dezember 2023:

 

 

 

 

Dies‘ Jahr Leute wird’s was geben…

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, man schaut zurück und blickt voraus -
noch nimmt die Hektik täglich zu, verlässt man doch einmal das Haus.

 

Gerade jetzt zur Weihnachtszeit will man gerne noch Freude bringen,
sei es durch Zeit oder Geschenke, mit kleinen, aber feinen Dingen.

 

Oftmals in dieser stillen Zeit machen die Menschen sich bereit
und öffnen wieder ihre Herzen, bei uns im Lichterschein der Kerzen.

 

Ein Weihnachtsbaum wird schön geschmückt, es wird gebastelt wie verrückt
und auch so mancher Plätzchen Duft liegt allerorten in der Luft.

 

Im Radio laufen Weihnachtslieder, nicht nur ein „alle Jahre wieder“…
manchmal kann man’s schon nicht mehr hören, ob Klassik, Rock, ob Kinderchöre
und mancher ist zu Recht empört, wenn er mehrfach „Last Christmas“ hört.

 

Doch Anspruchsdenken macht sich breit, was schenkt man nur in der heut’gen Zeit?
Nur Schnick-Schnack…Hauptsache es kostet Geld,
während es vielerorts an „Basics“ fehlt.

 

Manchen Eltern wird da Angst und bang, ist oft die Liste ewig lang,
Playstation, Handy oder Schmuck -
der Handel liefert’s ja ruck – zuck…

 

Man will sich nicht verstecken müssen, die Kids sollen doch nicht vermissen,
was ihre Freunde längst schon haben – sind sie auch teuer diese Gaben.
Es scheint, als ob auf dieser Welt der Mensch an sich nicht mehr viel zählt.

 

Dabei gäbe es wichtigere Dinge, als Mode, Urlaub, teure Ringe -
Verständnis und Geborgenheit, von Fall zu Fall auch etwas Zeit.

 

Doch stellt in der Hektik dieser Tage kaum jemand wirklich das in Frage,
was er tagtäglich praktiziert… auch wenn die Menschlichkeit verliert.

 

 

Für die Kinder von COLT - im Heim - wird dies Jahr alles anders sein.
Freute früher man sich auf „Santa Claus“, so muss man zum Jahresende raus -
das Kinderheim wird dichtgemacht, leider recht schnell, fast über Nacht.

 

Zwar soll es mit COLT noch weitergehen, auch wird man künftig Kinder sehen,
doch nur in KiTa oder zum Unterricht, für das Heim ist letztlich „Schicht“.

 

Die Heimkinder werden re-integriert, in ihre Familien rückgeführt,
denn, so sprechen offizielle Quellen, würde man alle besser stellen.

 

Das Heim, das bislang gut genug, kommt nun nur noch als „Financier“ zum Zug.
Ob das der Weisheit letzter Schluss, das wird sich zeigen, wenn es muss.

 

Offiziell sieht man Chancen für die Kleinen…doch lässt man sie nicht eher allein?
In Familien, die im Blick auf das morgen, sich um das Kind’swohl wenig sorgen.
Schließlich hatte man einst sie abgegeben,
egal wie gut oder schlecht sie damals lebten…
nun steht man plötzlich wieder bereit – ja, Geld heilt vieles, nicht nur die Zeit…

 

Wir sind hier skeptisch, zugegeben – wir seh‘n die Bildung in der Schwebe,
die über Jahre man aufgebaut und diesen Kindern anvertraut.

 

Der Alltagsdruck für diese Kinder, so meinen wir, sieht selbst ein Blinder,
wird zunehmen – ganz vehement, auf ein Ausmaß das noch niemand kennt.

Kann die Familie ersetzen, wo Heim und Betreuer sich mühten und hetzten?
Ob man diesen Schritt wirklich leisten kann…
man kann nur hoffen es klappt… irgendwann.

 

Wir sehen eine Ära enden, fürchten Zeit, Geld und Kontrolle zu verschwenden,
wenn man nur das Umfeld stützt – und fragen uns, ob‘s den Kindern wirklich nützt?

 

Doch hoffen wir, man liegt nicht verkehrt und die Änderungen sind es wert,
führen letztlich vielleicht doch zum Ziel…
trügt uns auch heute noch das Gefühl.

 

Zu helfen ist nobel, allemal – doch treffen wir in Deutschland jetzt die Wahl
uns aus dem Netzwerk auszuklinken –
wir vertrauen darauf, das „Schiff COLT“ wird nicht sinken.

 

 

Bleiben Sie dem Projekt „COLT“ auch weiter gewogen,  
man ist quasi nur umgezogen,
aus Deutschland zurück in die Niederland‘, wo mit der Stiftung einst alles begann.

 

Zugegeben, es war noch nie ganz leicht, zu schaffen das, was heut schon erreicht,
so konnten wir unseren Teil beitragen und möchten dafür allen „danke“ sagen -
Danke für Ihre Spenden, Ihre Treue, für Ihre Offenheit stets aufs Neue…
bleiben Sie menschlich allezeit, und weiterhin zur Hilfe bereit.



Verlieren Sie COLT nicht ganz aus den Augen,
trauen Sie sich auch weiter an unseren Traum zu glauben -
es gibt noch immer viele Menschen in Not,
denen Sie helfen können durch Rat, Geld und Brot!

 

Ich wünsche Ihnen allen, auch bei den aus oben bereits genannten Gründen
eher melancholischen Gedanken, eine gute Weihnachtszeit,
weiterhin viel Glück und Gesundheit
und einen guten Start ins neue Jahr…
was es auch immer für uns alle und COLT bringen mag!

 

Ihr
Noch-Verein COLT Deutschland e.V.