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Mai 2019:

Wohl dem der eine Mutter hat…

Liebe Leserin, lieber Leser,

in diesem Monat steht wieder ein besonderer Tag an, der wohl überall auf der Welt gefeiert und gewürdigt wird: der Muttertag!

In allen Kulturkreisen werden die Eltern – speziell die Mütter – besonders geschätzt, die beinahe wie selbstverständlich alle Schwierigkeiten, die sich einer Familie im Alltag stellen, angehen und meistern… und das häufig sehr erfolgreich.
Neben „dem Bisschen Haushalt“ und dem Großteil der Kindererziehung und –betreuung gehen viele Mütter zudem einem Beruf nach, mit dem Sie zum Familieneinkommen beitragen und helfen, in immer teurer werdenden Zeiten „über die Runden“ zu kommen.

Doch damit nicht genug – Mütter bzw. Frauen ganz allgemein nehmen ihre soziale Verantwortung wahr und übernehmen häufig Pflege und Sorge für die Generation der Eltern, sind in den Kommunen aktiv, in Vereinen, im Tier- und Umweltschutz engagiert.
Die Mütter zu ehren ist somit ein durchaus lobenswertes Ansinnen.

Selbst wenn es im Alltag der Familien oft auch einmal knirscht und grummelt, wenn Kinder gegen eine vermeintlich strenge Hand und Wertvorstellungen aufbegehren, so wird Ihnen meist erst im Alter bewusst, was sie an den Eltern hatten…oft erst dann, wenn die einstigen Kinder selbst in die Elternrolle geschlüpft sind, weit von den Eltern entfernt wohnen oder diese vielleicht schon verstorben sind.

Glücklich, wer in seiner Kindheit und Jugend Eltern hat, die für ihn sorgen, sich seiner Person und Bedürfnisse annehmen. Manche Menschen können dieses Privileg nicht teilen, so vormals auch einige unserer Heimkinder.
Egal, ob es sich dabei um Waisen oder Halbwaisen handelt, ob sie aus zerrütteten Familien stammen, in denen Missgunst, Neid und Gewalt innerhalb der eigenen Familien an der Tagesordnung waren oder die in wichtigen Dingen keine Unterstützung durch ihre Familien bekamen und alleine für sich kämpfen mussten – solche Erfahrungen verursachen oft ein Leben lang negative Folgen für die Psyche von Kindern.

Wir bei COLT haben uns seit mehr als 10 Jahren schon besonders solcher Kinder angenommen. Seit 2016 beziehen wir im Rahmen der uns umgebenden Dorfgemeinschaften sogar die Familien mit ein, wenn es darum geht, Fortschritte für Kinder und Familien zu erzielen, eine bessere Entwicklung zu ermöglichen und verloren gegangenes Vertrauen und Geborgenheit wiederherzustellen.

Natürlich können unsere Mitarbeiter und freiwilligen Helfer nie wirklich Eltern ersetzen, aber mit der richtigen Einstellung und Motivation können Sie diesen Kindern beweisen, dass es jemanden gibt, der auf ihrer Seite steht, der zu ihnen hält – egal was da komme.
Und die Kinder nehmen dieses Angebot bereitwillig an.
Im Verlauf von Wochen, Monaten und Jahren, in denen diese Kinder durch uns betreut werden, kann man deutlich die positive Wirkung ablesen. Sie legen frühere Traumata ab, fassen neuen Mut, lachen wieder…alles Dinge, die sie schon längere Zeit so nicht mehr kennengelernt hatten.

Damit wir aber auch weiterhin diese äußerst sinnvolle Arbeit leisten können sind wir auf Spender und Spenden angewiesen.
Haben Sie bitte Ihre eigenen Eltern, Ihre eigene Mutter im Kopf und helfen Sie uns die Voraussetzungen zu schaffen, dass auch in einem weit entfernten, armen Land Kinder wieder wie durch eigene Eltern betreut werden können.

Wir bieten sicher auch für Ihre Absichten und Möglichkeiten die richtige Art zu helfen.
Auf unseren Seiten finden Sie einige Anregungen, gerne können Sie uns aber auch konkrete Fragen stellen, zu denen wir Ihnen eine mögliche Lösung präsentieren.

Ich würde mich sehr über eine Unterstützung – auch und gerade durch Sie – freuen!

H. H.