Warum sind wir 2015 umgezogen?

 

 

COLT war an seinem angestammten Platz bereits seit 2006, wobei das Gebiet rund um das Heim sich in den letzten Jahren erheblich veränderte. Die direkte Armut im Umfeld nahm ab - vielleicht zu einem kleinen Teil auch unseretwegen.
Schule und Kinderheim befanden sich auf angemieteten Grundstücken, wobei die Mieten kontinuierlich, zuletzt zum Teil sprunghaft  gestiegen waren und Grundstücke reihenweise im Rahmen der Stadtentwicklung verkauft wurden.
Mietverträge wurden - wenn überhaupt - nur noch auf kurze Sicht ausgesprochen und der Besitzer des Grundstücks, auf dem unsere Schule stand, teilt uns mit, dass der Mietvertrag nach 2015 nicht mehr verlängert würde.

Diese mehr als unsichere Situation stellte vieles in Frage und hemmte uns enorm.

Wie viele andere Organisationen träumten wir schon lange davon, ein eigenes Stück Land zu besitzen, um von einem soliden Fundament aus agieren zu können.

Dank einer Spenderin aus Deutschland konnte dieser Traum wahr werden, worüber wir ausgesprochen glücklich sind.
Die frohe Kunde dieser wunderbaren Spende setze viele Hebel in Bewegung, organisatorischer wie strategischer Art. Mit den Erfahrungen und dem Rückblick auf damals bereits 10 Jahre, aber auch unseren Plänen und Zielen für die Zukunft machten wir uns daran, uns weiter zu verbessern. 

Wir durften quasi einen Neuanfang unter günstigeren Voraussetzungen wagen, Visionen umsetzen und Chancen nutzen… und diese wollten wir im Sinne der Kinder und deren Familien ergreifen, denn der Bedarf ist zweifelsohne weiterhin groß.

Neues Grundstück

Bereits früh im Jahr 2014 sahen sich die Vorstandschaften aus Kambodscha und den Niederlanden mehrere Grundstücke in der Region von Phnom Penh an, bevor man sich auf eines davon festlegte, das die erforderlichen Kriterien erfüllen konnte. Dieses Grundstück lag etwa 10 km von der alten Stelle entfernt, südwestlich von Phnom Penh, in der Nähe des „Highway Nr. 2“ und der bekannten oder besser gesagt berüchtigten „Killing Fields“.

Inmitten mehrerer, kleinerer Ortschaften im Einzugsgebiet der neuen Müllhalde können wir nun erneut armen Menschen helfen.
Im näheren Umfeld gab es keine anderen Hilfsorganisationen, was sicherlich mit ein Grund für diese Ortswahl war.

           

Nach dem Kauf im Jahr 2014 gab es noch einiges zu tun. Das Bodenniveau des ursprünglichen Reisfeldes wurde um ca. 1,5 Meter angehoben, um Hochwässer einzudämmen - eine sehr sinnvolle Maßnahme, wie sich in der Regenzeit 2020 zeigen sollte. Die Wohngebiete ringsum waren durch Hochwasser stark beeinträchtigt worden, das Gelände von COLT jedoch nicht.
Eine Mauer wurde um das gesamte Grundstück gezogen, ein breites Einfahrtstor angebracht.

Im Jahr 2015 schließlich konnten die Baumaßnahmen für das neue Gemeinschaftszentrum beginnen, der Umzug wurde noch im Dezember 2015 realisiert. Hierbei wurden einige der Gebäude auf dem alten Gelände abgetragen und auf dem neuen wiederverwendet, z. B. unsere Schule.

Pläne für die Zukunft

   

Am neuen Standort haben wir ein Gemeinschaftszentrum für Kinder, Erwachsene und Familien aus den umliegenden Dörfern erbaut. Hier bieten wir wieder die Möglichkeit, Kinder vorübergehend oder langfristig in unserem Heim zu betreuen, aber auch Unterstützung für unsere Dorfgemeinschaften in den Bereichen Bildung, Kindertagespflege, soziale und medizinische Versorgung, Nachhaltigkeit, sportliche Aktivitäten und einigem anderen mehr zu leisten.

Unsere Zukunftspläne hatten wir erstmalig im Visionsplan 2015 – 2020 fixiert, der für die nächsten Jahre unsere Entwicklung vorzeichnet, doch auch dieser wird selbstverständlich weitergeschrieben. 
Bis Ende 2019 ging unser Visionsplan 2020 - 2025 an den Start.
Wir hoffen sehr, wir können auch diese Zeile erreichen, möglichst alles davon umsetzen und eine ständig wachsende Unabhängigkeit vom Ausland aufbauen.


Dafür benötigen wir aber noch eine ganze Weile Hilfe - Ihre Hilfe!

 

In den vergangenen Jahren hat COLT für benachteiligte Kinder und Schüler in Kambodscha schon vieles erreicht - dank der Mithilfe unserer Sponsoren und Spender, dank freiwilliger Helfer, Freunde und Familien.
Wir konnten dabei viele Erfahrungen sammeln, erhielten zu zahlreichen Gelegenheiten das Feedback, dass wir auf dem richtigen Weg sind... doch es gibt immer wieder etwas zu verbessern.


Wir hoffen diesen Weg mit unserem Wissen und Ihrer Unterstützung weiter gehen zu können.